Thomas Hughes und Pierre de Weck ersetzen Michael Philipp
Ackermann formt sein Führungsteam

Die Deutsche Bank hat mit einem Personalwechsel die Position des künftigen Sprechers Josef Ackermann gestärkt. Der US-Amerikaner Michael Philipp, Leiter des globalen Geschäftsbereichs Asset-Management und Vermögensmanagement-Services, verlässt das Institut. An seine Stelle rücken der 44-jährige Thomas Hughes für die Vermögensverwaltung sowie Pierre de Weck für das private Vermögensmanagement in das künftig achtköpfige Exekutiv-Komitee unterhalb des Vorstands auf.

FRANKFURT/LONDON. Hughes arbeitet seit 2001 bei der Deutschen Bank, bislang war er Chief Operating Officer der Tochter Deutsche Asset Management. Der 51-jährige de Weck war Mitte vergangenen Jahres aus dem Konzernvorstand der Schweizer Großbank UBS ausgeschieden. De Weck übernimmt auch den Vorsitz des Operativ-Komitees von PCAM, des Privatkundensegments der Bank.

Philipp war bereits seit längerer Zeit aus persönlichen Gründen amtsmüde, heißt es im Umfeld der Bank. Auch Analysten in London zeigten sich über den Abgang Philipps nicht überrascht.

Die beiden Nachfolger gelten als Wahl des künftigen Sprechers Ackermann. Vor allem de Weck dürfte Ackermann aus gemeinsamen Schweizer Zeiten bekannt sein, hieß es im Umfeld des Instituts. Der ab Mai amtierende Sprecher Ackermann will offenbar dem bislang unterentwickelten Geschäftsbereich "Private Kunden und Vermögensverwaltung" neues Leben einhauchen. Der bisherige Beitrag zum Gesamtergebnis ist gering: Während die Aktivitäten der Deutschen im Investment-Banking im vergangenen Jahr ein Vorsteuerergebnis von gut 2,7 Mrd. Euro einfuhren, kam der Bereich PCAM im gleichen Zeitraum auf nicht einmal 400 Mill. Euro. Auch stammt das viel zitierte Kostenproblem der Deutschen Bank zu weiten Teilen aus dem Privatkundengeschäft. So lag die Aufwands-Ertragsrelation bei 92 %. Um einen Euro im Geschäft mit privaten Kunden zu erwirtschaften, muss das Institut 92 Cent aufwenden. Die Deutsche Bank setzt vor allem darauf, dass das private Vermögensmanagement mit wohlhabenden Kunden zum Ertragstreiber wird.

Die Personalveränderungen kamen im Markt nicht uneingeschränkt gut an. Zwar verlor die Deutsche Bank bis zum Abend mit gut einem Prozent unwesentlich mehr als der Deutsche Aktienindex.

Die Aufgabe de Wecks löste unter Analysten jedoch Diskussionen aus. Der 51-Jährige war bei seinem früheren Arbeitgeber UBS zuletzt für den Bereich Risikokapital zuständig, einem gegenüber seiner zukünftigen Aufgabe sehr unterschiedlichen Bereich.

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