Thomson bevorzugt eigenen Namen
Traditionsmarke Telefunken steht vor dem Aus

gil BERLIN. Der französische Konzern Thomson Multimedia gibt seiner deutschen Marke Telefunken keine große Zukunft mehr. Der Konzern ist in Deutschland mit den Marken Thomson, Telefunken und Saba präsent. "Wir setzen stärker auf Thomson", sagte in Berlin Walter J. Struwe, Geschäftsführer der Thomson Multimedia Sales Germany & Austria GmbH. Telefunken, einst eine führende Marke im deutschen Markt für Unterhaltungselektronik und besonders bei Fernsehern erfolgreich, hat nach Aussage von Struwe im deutschen Markt nur noch einen Marktanteil von 1,1 %. "Der Umsatz ist stärker als geplant und gedacht gefallen", sagte Struwe. Für dieses Jahr habe man für die reine Fachhandelsmarke einen Umsatz von 100 Mill. DM geplant, nach der derzeitigen Entwicklung werde aber wohl nur 50 bis 60 Mill. DM erreicht. "Wenn der Umsatz unter diese Marke rutscht, ist die Marke nicht mehr am Markt zu halten", betonte der Geschäftsführer.

Besser läuft dagegen anscheinend das Geschäft mit der Markenbezeichnung Thomson, die ihren Marktanteil in Deutschland auf wertmäßig 5,1 % gesteigert habe. Sie soll als Premiummarke ausgebaut werden. Die Marke Saba erreicht laut Struwe 1,3 % Marktanteil und laufe im preisaggressiven Bereich relativ stabil.

Bis zum Jahr 2003 will der Konzern in Deutschland einen Marktanteil von 10 % erreichen. Für diese Jahr ist ein Wachstum des Umsatzes von 20 % geplant, allerdings nennt der Konzern keine genauen Zahlen. Weltweit sieht sich Thomson Multimedia als viertgrößter Anbieter von Unterhaltungselektronik mit einem Umsatz von 9,1 Mrd. Euro im Jahr 2000.

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