Thorpe lässt es über 400 Meter Freistil locker angehen
Schwimm-Enttäuschungen wollen kein Ende nehmen

Auch Stephan Kunzelmann und Jens Kruppa haben mit ihren Vorlaufleistungen alles andere als zur Besserung der Stimmungslage im deutschen Schwimmteam beitragen können. Allein die 4x200-Meter-Staffel wusste am Dienstagmorgen zu überzeugen.

HB ATHEN. Kunzelmann schied in 50,98 Sekunden über 100 m Freistil als 36. unter 68 Startern im Vorlauf aus. Auch Kruppa patzte: 2:15,29 Minuten reichten dem 28-Jährigen aus Riesa nur zu Platz 18 über 200 m Brust. Der dritte Platz der deutschen Männer-Kraulstaffel über 4x200 m war am Tag der 200-m-Freistil-Entscheidung mit Weltrekordlerin Franziska van Almsick die erfreulichste Tatsache.

"Das ist ein Scheiß-Morgen. Es ist eine supergroße Enttäuschung", sagte der 25-jährige Kunzelmann, der sich seinen Ausrutscher kaum erklären konnte: "Ich habe einfach meinen Rhythmus nicht gefunden." Mit 49,07 hält der Hannoveraner den deutschen Rekord. Torsten Spanneberg aus Berlin gelang in 49,71 der Einzug unter die besten 16. Schnellster war Sydney-Gewinner Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden in 48,70 Sekunden.

Johannes Oesterling (Stadtallendorf), Stefan Herbst (Leipzig), Heiko Hell (Hamburg) und Team-Sprecher Christian Keller (Essen) gaben sich souverän und von den Enttäuschungen völlig unbeeindruckt. Herbst zeigte sich zudem generös und trat seinen garantierten Endlauf-Platz an Lars Conrad aus Hannover ab. "Die Stimmung ist super", betonte Kunzelmann trotz fehlender Medaillen an den ersten drei Finaltagen.

Annika Mehlhorn (Baunatal), WM-Zweite von 2001, belegte über 200 m Schmetterling nach 2:12,25 Minuten Rang 14 und steht im Halbfinale. Schnellste war Weltrekordlerin Otylia Jedrzejczak (Polen/2:09,64). Überraschend gelang dem erst 15 Jahre alten Ungarn Daniel Gyurta in 2:11,29 Minuten Vorlauf-Bestzeit über 200 m Brust.

Der jetzt fünffache australische Olympiasieger Ian Thorpe ließ es am Tag nach Gold über 200 m Freistil über die halbe Distanz locker angehen und schwamm in 49,17 Sekunden als Sechster in das Halbfinale. Alexander Popow (Russland), 1992 und 1996 Doppel-Olympiasieger über 50 und 100 m Freistil, belegte Platz acht (49,51).

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