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Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat wird umgebaut - Iranischer Vertreter scheidet aus

Der Aufsichtsrat des Industriekonzerns Thyssen-Krupp steht vor einer umfangreichen Umbesetzung. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, wird die Anteilseignerseite auf fünf von zehn Positionen neu besetzt.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Aufsichtsrat des Industriekonzerns Thyssen-Krupp steht vor einer umfangreichen Umbesetzung. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, wird die Anteilseignerseite auf fünf von zehn Positionen neu besetzt. Bedeutenste Änderung ist das Ausscheiden des iranischen Vertreters Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh.

Der Vizeminister für Wirtschaft und Internationale Angelegenheiten wird nach Informationen von dpa-AFX auf Druck der USA das oberste Konzerngremium verlassen. Im vergangenen Jahr hatte der Iran seine Beteiligung an dem Düsseldorfer Konzern bereits auf unter fünf Prozent reduziert, um das Geschäft von Thyssen-Krupp in den Vereinigten Staaten nicht zu gefährden. Unternehmen, an denen Länder wie der Iran mit über fünf Prozent beteiligt sind, können auf eine Schwarze Liste gesetzt und von öffentlichen Aufträgen in den USA ausgeschlossen werden.

Die Neubesetzung soll am 21. Januar auf der Hauptversammlung von den Aktionären abgesegnet werden. Das Management will sich zudem den Rückkauf von bis zu zehn Prozent der eigenen Aktien genehmigen lassen. Der Erwerb eigener Anteile sei derzeit nicht geplant, sagte ein Konzernsprecher. "Das ist ein Vorratsbeschluss."

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