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Thyssen-Krupp-Betriebräte fordern Aufklärung über Sparprogramm

Der Betriebsrat der Thyssen-Krupp-Tochter Thyssen Steel AG hat Aufklärung über die laufenden Sparpläne des Unternehmens gefordert.

dpa-afx DUISBURG/ESSEN. Der Betriebsrat der Thyssen-Krupp-Tochter hat Aufklärung über die laufenden Sparpläne des Unternehmens gefordert.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Arbeitnehmervertreter mitgeteilt, dass sie eine Ausweitung des für die sieben Standorte der Thyssen-Krupp Stahl ausgehandelten Einsparvolumens befürchteten. "Wir glauben, dass das Projekt Beine kriegt und auch andere Konzernteile betroffen sein könnten", sagte der Vorsitzende der Betriebsräte-Arbeitsgemeinschaft von Thyssen Krupp Steel, Wilhelm Segerath, am Freitag auf Anfrage.

Einsparvolumen VON 240 Millionen Euro

Der Konzern hatte für die 18 000 Beschäftigten der zu Thyssen Krupp Steel gehörenden Thyssen-Krupp Stahl ein Einsparvolumen von 240 Mill. Euro bis zum September 2007 vereinbart. Davon sollten 80 Mill. Euro auf die Personalkosten entfallen. Durch die Einsparungen könnten nach früheren Angaben bis zu 1 350 Mitarbeiter bedroht sein.

Segerath befürchtet, dass noch mehr Stellen verloren gehen könnten. In einem Entschluss verlangt die Betriebsrät-Arbeitsgemeinschaft nun die Offenlegung der detaillierten Pläne. "Die Wahrheit muss auf den Tisch", sagte er.

Thyssen-Krupp: Einsparsumme Wird Nicht Ausgeweitet

Unterdessen weist der Thyssen-Krupp-Konzern die Vermutungen des Betriebsrates zurück. Es gebe keine Pläne, die Einsparsumme zu erhöhen, sagte ein Sprecher. Es liefen zudem bereits Gespräche mit dem Betriebsrat, wie die Einsparungen aufgebracht werden sollten.

In ihrer Erklärung vom Freitag hatte sich die Betriebsräte-Arbeitsgemeinschaft entschlossen gegen Pläne gerichtet, die Bereiche Rechnungswesen, Entgeltabrechnung, Informatik und Materialwirtschaft zu zentralisieren. Nach früheren Angaben sollen das Rechnungswesen und der Sicherheitsdienst ausgelagert werden, wovon etwa 440 Arbeitnehmer in Deutschland betroffen wären.

Die Arbeitnehmervertreter schlugen am Freitag vor, ein Verhandlungsgremium zu bilden, das als rechtsverbindlicher Gesprächspartner vom Vorstand akzeptiert werden soll. Die Thyssen-Krupp Steel beschäftigt 50 000 Mitarbeiter.

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