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Thyssen-Krupp einigt sich mit Arbeitnehmern auf Arbeitszeitverkürzung

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat für seine Stahlsparte mit den Arbeitnehmervertretern eine Verringerung der Arbeitszeit vereinbart.

dpa-afx DUISBURG. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat für seine Stahlsparte mit den Arbeitnehmervertretern eine Verringerung der Arbeitszeit vereinbart. "Dadurch sichern wir 400 bis 800 Arbeitsplätze", sagte Betriebsrats-Chef Wilhelm Segerath, der auch im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp sitzt, am Freitag in Duisburg der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der genaue Umfang der Arbeitszeitverkürzung werde nun noch vereinbart.

Der größte Stahlkonzern Deutschlands wollte ursprünglich bis zu 1 350 Stellen bei seiner Stahlsparte streichen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei nicht ausgeschlossen. Dies sei nun vom Tisch, sagte Segerath. Teil der Vereinbarung mit den Arbeitnehmern sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis September 2007. Der notwendige Stellenabbau soll nun über die "natürliche Fluktuation" und Sozialmaßnahmen gestemmt werden.

Einsparungen

Bis September 2007 will Thyssen-Krupp in seiner deutschen Stahlsparte nun 238 Mill. Euro einsparen. Rund 70 Mill. Euro davon sollen aus dem Personaletat stammen. Zuvor hatte der Konzern mit einem Volumen von bis zu 270 Mill. Euro geplant. Bei Thyssen-Krupp war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Ursprünglich hatte Thyssen-Krupp auch die Auslagerung der Bereiche Rechnungswesen und Sicherheitsdienst mit 440 Mitarbeitern geplant. "Das ist nun vom Tisch", sagte Segerath. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/2 004 hatte Thyssen-Krupp einen Rekordgewinn eingefahren, der neben der Anhebung der Stahlpreise vor allem aus Einsparungen resultierte.

Brasilien

Auf seiner Sitzung am Freitag stimmte der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp Steel für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Bau eines Stahlwerkes in Brasilien. Der Konzern will 1,3 Mrd. Euro in das Projekt in Südamerika investieren. Neben dem ausländischen Projekt will Thyssen-Krupp aber auch seine Standorte in Deutschland stärken. Die Investitionen werden mindestens auf dem Niveau der Abschreibungen liegen", sagte Segerath.

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