Thyssen-Krupp führte die Gewinnerliste an
Aktienmarkt nach freundlichem Beginn uneinheitlich

Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenauftakt uneinheitlich gezeigt. Händler sprachen dennoch von einer anhaltend guten Stimmung, die sie mit positiven Vorgaben aus den USA und Japan begründeten.

ddp.vwd FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte gegen 17.30 Uhr bei 5 116 Punkten mit knapp einem Prozent im Minus. Der technologieorientierte Nemax50 legte dagegen um fast ein Prozent auf 1 322 Zähler zu. Der MDax der mittleren Werte gab leicht auf 4 279 Punkte nach.

Marktbeobachter hielten es noch am frühen Nachmittag für möglich, dass der Dax im Handelsverlauf die Marke von 5 200 Zählern erreicht. Wahrscheinlicher sei es aber, dass sich der Dax in einem dünnen Handel seitwärts bewege, weil es an Impulsen fehle und es keine Neuigkeiten und Orders gebe, sagte ein Händler. Ein Kollege ergänzte, dass viele Anleger zunächst abwarteten, ob der US-Markt nach den Feiertagen in der vergangenen Woche die Gewinne halten oder ausbauen könne.

An den US-Börsen wich die freundliche Tendenz der Vorwoche ebenfalls einem uneinheitlichen Bild. An der Wall Street verlor der Dow Jones der 30 wichtigsten Industriewerte unwesentlich auf 9 922 Zähler. Der Nasdaq-Composite-Index legte 0,5 Prozent auf 1 912 Punkte zu. Am Devisenmarkt konnte der Euro seinen Stabilisierungskurs fortsetzen. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 0,8795 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs bei 0,8818 Dollar festgelegt. Damit kostete ein Dollar 2,2180 Mark. Der Rohölpreis verbilligte sich um über vier Prozent auf 18,58 Dollar je Barrel.

Im Dax führten ThyssenKrupp die Gewinnerliste auch am Nachmittag an. Die Aktien legten um knapp vier Prozent auf 16,10 Euro zu. Grund sind offenbar Meldungen, nach denen China Interesse am Aufbau eines Transrapidnetzes hat. Auch Siemens , das ebenfalls im Transrapid-Konsortium vertreten ist, profitierten von den Spekulationen und verteuerten sich um 1,6 Prozent auf 68,86 Euro.

Infineon gewannen deutlich um 1,3 Prozent auf 23,14 Euro, obwohl sich Vorstandschef Schumacher zuvor skeptisch über eine baldige Erholung auf dem Chip-Markt geäußert hatte. Abschläge mussten vor allem Preussag hinnehmen, die um mehr als drei Prozent auf 29,50 Euro nachgaben. Aber auch Eon verloren ungeachtet der von der EU genehmigten Übernahme von Powergen drei Prozent auf 57,61 Euro. Münchner Rück verbilligten sich um 2,6 Prozent auf 293,19 Euro, nachdem Morgan Stanley seine Gewinnprognose gesenkt hatte.

Im Nemax 50 gewannen Adva über 14 Prozent auf 6,52 Euro hinzu. Händler sprachen dem Papier ein "positives Aufwärtsmomentum" zu. SCM Microsystems profitierten weiterhin von ihrem in der vergangenen Woche gemeldeten Auftrag für die US-Armee und kletterten um zwölf Prozent auf 17,20 Euro. IDS Scheer stiegen um elf Prozent auf 9,79 Euro. Unter Verkaufsdruck standen dagegen Heyde, die knapp sechs Prozent nachgaben und bei 1,78 Euro notierten. Weitere große Verlierer waren Fantastic mit einem Minus von 5,5 Prozent auf 0,52 Euro und CE Consumer, die knapp fünf Prozent verloren und bei 8,36 Euro standen.

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