Archiv
Thyssen-Krupp profitiert 2003 2 004 von Stahlboom - Dividendenerhöhung

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 sein Ergebnis dank der hohen Stahlnachfrage deutlich gesteigert. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus sowie einem stabilen Vorsteuergewinn.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 sein Ergebnis dank der hohen Stahlnachfrage deutlich gesteigert. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus sowie einem stabilen Vorsteuergewinn. Der Vorsteuergewinn (EBT) aus fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2 004 (Ende September) sei von 774 Mill. Euro auf 1,58 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Ohne einmalige Sondereffekte wäre der Gewinn vor Steuern auf 1,75 Mrd. Euro gestiegen.

Mit dem Ergebnis übertraf der Konzern seine eigenen Erwartungen und die der Analysten. Die angekündigte leichte Erhöhung der Dividende enttäuschte jedoch die Experten. Der Aktienkurs ging aus diesem Grund vorbörslich etwas zurück.

Der Umsatz kletterte auf 39,3 (Vorjahr 36,14) Mrd. Euro und der Auftragseingang legte um 17 Prozent auf 41,0 Mrd. Euro zu. Der Überschuss stieg auf 904 (568) Mill. Euro. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Vorsteuergewinn von 1,44 Mrd. Euro und einem Umsatz von 39,82 Mrd. Euro gerechnet. Thyssen-Krupp selber hatte einen Umsatz von 38 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Der Vorsteuergewinn sollte der mittelfristigen Zielmarke von 1,5 Mrd. Euro möglichst nah kommen.

Stahlsparte IST Wichtigste Ergebnisstütze

Die Ergebnisverbesserung seien vor allem die Geschäftsfelder Stahl und Automotive zurückzuführen. Die weltweite Stahlbranche profitiert von der hohen Nachfrage vor allem aus China. Mit einem Vorsteuergewinn von 911 (Vorjahr: 439) war das Segment im abgelaufenen Geschäftsjahr die wichtigste Ergebnisstütze. Der Spartenumsatz legte von 11,664 auf 13,7 Mrd. Euro zu. Beim Auftragseingang verzeichnete die Stahlsparte ein Plus von 24 Prozent auf 14,33 Mrd. Euro.

Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr soll von 0,50 Euro auf 0,60 Euro angehoben werden. Die Ausschüttung an die Aktionäre soll sich weiter an der Ergebnisentwicklung orientieren. Thyssen-Krupp reduzierte in den zwölf Monaten bis Ende September die Netto-Finanzverbindlichkeiten um rund ein Drittel. Die Verbindlichkeiten seien von 4,2 Mrd. auf 2,8 Mrd. Euro gesunken. Der Verschuldungsgrad (Gearing) sank von 55,2 auf 34 Prozent.

Umsatz Soll IM Laufenden Jahr Weiter Zulegen

Im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 (September) will Thyssen-Krupp den Stahlboom zu weiteren Umsatzzuwächsen nutzen. Der Umsatz soll auf gut 41 Mrd. Euro steigen und der Vorsteuergewinn soll auf Vorjahresniveau liegen. "Beim Ergebnis vor Steuern, ohne Berücksichtigung von Effekten aus wesentlichen Unternehmensveräußerungen, streben wir 2004/2 005 trotz der sich abzeichnenden Abschwächung der Weltkonjunktur und unter der Annahme ausbleibender Verwerfungen an den Rohstoff- und Devisenmärkten an, das sehr gute Niveau von 2003/2 004 zu halten", sagte Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%