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Thyssen-Krupp setzt mit Verkäufen Fokussierung auf Kerngeschäft fort

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat mit dem Verkauf des Feindrahtherstellers Berkenhoff die Fokussierung auf das Kerngeschäft fortgesetzt. Die Transaktion sei im Rahmen eines so genannten Management Buyouts erfolgt, bei dem auch die Geschäftsführung am Unternehmen beteiligt werde, teilte Thyssen-Krupp am Montag in Duisburg mit. Zum Kaufpreis machte der Konzern keine Angaben.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat mit dem Verkauf des Feindrahtherstellers Berkenhoff die Fokussierung auf das Kerngeschäft fortgesetzt. Die Transaktion sei im Rahmen eines so genannten Management Buyouts erfolgt, bei dem auch die Geschäftsführung am Unternehmen beteiligt werde, teilte Thyssen-Krupp am Montag in Duisburg mit. Zum Kaufpreis machte der Konzern keine Angaben.

Der größte Stahlkonzern Deutschlands hatte im vergangenen Jahr ein umfangreiches Umstrukturierungsprogramm aufgelegt und mehrere Beteiligung zum Verkauf gestellt. Auf dem Verkaufszettel der Stahlsparte Thyssen-Krupp Steel befindet sich nur noch die Edelstahlwerke Witten Krefeld (EWK). "Mit dem Verkauf von EWK schließen wir bei Steel das Programm ab", sagte ein Sprecher der Stahlsparte Thyssen-Krupp Steel.

Konkrete Gespräche

Derzeit würden mit mehreren Interessenten konkrete Gespräche geführt. Zum Zeitplan und zu der Identität der Bieter machte der Sprecher keine Angaben. Die Gespräche befänden sich allerdings im fortgeführten Stadion. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte EWK mit 2 300 Mitarbeitern 423 Mill. Euro um.

Thyssen-Krupp begründete den Verkauf von Berkenhoff damit, dass das auf die Herstellung von Feindrähten aus Nichteisenlegierungen spezialisierte Unternehmen nicht mehr zum Kerngeschäft gehöre. Berkenhoff erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2003/2 004 einen Umsatz von rund 88 Mill. Euro.

Verkäufe

In der vergangenen Woche gab Thyssen-Krupp bereits die Veräußerung der Edelstahlprofile Gmbh und der Gebäudemanagement-Tochter Thyssen-Krupp Hiserv bekannt. Der Konzern trennt sich von Beteiligungen mit einem Gesamtumsatz von sieben Mrd. Euro. Veräußert wurden bereits die IT-Tochter Triaton, der Garagentor-Hersteller Novoferm und die Bochumer Stahlformguss. Zum Verkauf steht auch der Immobilienbereich.

Mit dem Verkaufserlösen will Thyssen-Krupp sein Kerngeschäft stärken. In den vergangenen Monaten erwarben die Düsseldorf zahlreiche Beteiligungen an Aufzugfirmen (Bonfedi, Dong Yang Elevator) und Automobilzulieferern (Bertrandt, MB Lenkungen).

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