Archiv
Thyssen-Krupp verkauft Edelstahlprofile-Sparte - Umbauprogramm

Mit dem Verkauf der Edelstahlprofile Gmbh setzt Deutschlands größter Stahlkonzern Thyssen-Krupp sein Umbauprogramm fort. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 370 Mill. Euro im vergangenen Geschäftsjahr ist eine der 33 Randgesellschaften, von denen sich der Stahlkonzern trennen will.

dpa-afx DUISBURG. Mit dem Verkauf der Edelstahlprofile Gmbh setzt Deutschlands größter Stahlkonzern Thyssen-Krupp sein Umbauprogramm fort. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 370 Mill. Euro im vergangenen Geschäftsjahr ist eine der 33 Randgesellschaften, von denen sich der Stahlkonzern trennen will.

Wie Thyssen-Krupp meldete, geht die Edelstahlprofile Gmbh an den Schweizer Stahlkonzern Swiss Steel und das Düsseldorfer Unternehmen Schmolz+Bickenbach. Swiss Steel übernehme ein Viertel und werde seinen Anteil aus dem laufenden Cash Flow finanzieren, Schmolz+Bickenbach erhalte die restlichen 75 Prozent. Thyssen-Krupp hatte den Verkauf bereits angekündigt. Zu finanziellen Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Kunden Sind Auto- und Maschinenbauer

Der Vertrag tritt zum 1. Oktober in Kraft und ist nach Unternehmensangaben bereits am Mittwoch unterzeichnet worden. Die Transaktion selbst soll bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Das Bundeskartellamt hat dem Verkauf nach eigenen Angaben bereits zugestimmt. Prüfen müssen noch die Kartellbehörden in Österreich und Frankreich.

Die Krupp Edelstahlprofile Gmbh in Siegen soll in KEP Edelstahl Südwestfalen Gmbh umbenannt werden. In drei Werken arbeiten den Angaben zufolge etwa 1 300 Beschäftigte. Abnehmer sind vor allem Autohersteller und Maschinenbauer.

'Kein Personalabbau Geplant'

Der Vorstandschef von Schmolz + Bickenbach, Benedikt Niemeyer, sagte der dpa, sein Unternehmen wolle in dem neuen "europäischen Stahlverbund" mit 4 800 Beschäftigten für volle Auftragsbücher vor allem im Siegener Werk sorgen. Dort seien noch Kapazitätsreserven vorhanden. "An Personalabbau ist nicht gedacht", sagte Niemeyer.

Thyssen-Krupp trennt sich von Beteiligungen mit einem Gesamtumsatz von sieben Mrd. Euro. Veräußert wurden bereits die IT-Tochter Triaton, der Garagentor-Hersteller Novoferm und zuletzt die Bochumer Stahlformguss. Zum Verkauf steht auch der Immobilienbereich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%