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Thyssenkrupp-Chef warnt vor Verlust der Transrapid-Technik

Der Vorstandschef des Industriekonzerns Thyssenkrupp , Ekkehard Schulz, hat vor einem Verlust der Transrapid-Technik gewarnt. Wenn der Transrapid in Deutschland gebaut werde, dann sei die Vermarktung im Ausland leichter, sagte Schulz auf einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag in Gelsenkirchen. "Ich möchte verhindern, dass China die Transrapid-Technik selber verkauft."

dpa-afx GELSENKIRCHEN. Der Vorstandschef des Industriekonzerns Thyssenkrupp , Ekkehard Schulz, hat vor einem Verlust der Transrapid-Technik gewarnt. Wenn der Transrapid in Deutschland gebaut werde, dann sei die Vermarktung im Ausland leichter, sagte Schulz auf einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag in Gelsenkirchen. "Ich möchte verhindern, dass China die Transrapid-Technik selber verkauft."

Bislang gibt es nur eine kommerzielle Stecke zum Flughafen von Schanghai. Die chinesische Führung prüft derzeit den Bau von weiteren Verbindungen. Nach Angaben des Transrapidkonsortiums, dem neben Thyssenkrupp noch die Münchener Siemens AG angehört, soll eine Entscheidung in diesem oder im kommenden Jahr fallen. Die Magnetschnellbahn könnte nach Einschätzung von Branchenkennern bei Kurs- und Mittelstrecken zur Anwendung kommen. Dem Vernehmen nach wird China bei den Langstrecken auf die traditionelle Rad-Schiene-Technik setzen.

München

In Deutschland wird derzeit eine Transrapid-Anbindung des Münchener Flughafens an die Landeshauptstadt geprüft. München will nach eigenen Angaben das Planfeststellungsverfahren in diesem Quartal einleiten. Die Kosten werden auf 1,85 Mrd. ? taxiert. Geplante Projekte in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland waren zuvor aus Kostengründen gescheitert.

Die Transrapid-Entwickler setzten beim Verkauf der Magnetschnellbahn vor allem auf das Ausland. Neben China wird der Bau weiterer Strecken in den USA und den Niederlanden geprüft. In den Vereinigten Staaten wird erst nach der Wahl im November mit einer Entscheidung gerechnet, die Genehmigung könnte dann 2005 erfolgen. Geplant sind drei kleinere Strecken.

In den Niederlanden wird sich die Entscheidungsfindung noch länger hinziehen. Nach Angaben des Transrapid-Konsortiums soll die Ausschreibung Anfang kommenden Jahres starten. Bis zu einer Entscheidung werde es aber noch Jahr dauern, hieß es.

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