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Thyssenkrupp erhöht Vorsteuergewinn-Prognose nach starkem 3. Quartal

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat nach einem starken dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erhöht. Gleichzeitig kündigte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf an, wegen steigender Rohstoffpreise zum 1. Oktober die Stahlpreise je nach Produkt um bis zu 50 € pro Tonne anzuheben. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete der Konzern Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die Thyssenkrupp-Aktie startete mit einem Plus von rund 6,4 % auf gut 15 € in den Handel.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat nach einem starken dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erhöht. Gleichzeitig kündigte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf an, wegen steigender Rohstoffpreise zum 1. Oktober die Stahlpreise je nach Produkt um bis zu 50 ? pro Tonne anzuheben. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete der Konzern Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die Thyssenkrupp-Aktie startete mit einem Plus von rund 6,4 % auf gut 15 ? in den Handel.

Im Geschäftsjahr 2003/2004 (Ende September) erwartet das im DAX notierte Unternehmen nun einen Vorsteuergewinn (EBT) "nahe" 1,5 Mrd. ?. Bisher hatte der Konzern mit einem EBT "nahe an 1 Milliarde Euro" gerechnet. Effekte aus Unternehmensveräußerungen sind darin nicht enthalten. Die Umsatzprognose blieb unverändert bei 38 Mrd. ?. Thyssenkrupp-Vorstandschef Ekkehard Schulz nannte als Grund für die höheren Erwartungen neben "konjunkturellem Rückenwind" die "zuletzt sehr gute" Ergebnisentwicklung im Segment Steel, aber auch bei Services und Automotive.

Zu einer möglichen Erhöhung der Dividende wollte sich das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Im vergangenen Geschäftsjahr 2002/2003 hatte Thyssenkrupp eine Dividende von 50 Cent ausgeschüttet. Branchenkreise gehen angesichts der guten Ergebnisse davon aus, dass der Konzern die Dividende erhöhen wird.

Ergebnissprung IM Dritten Quartal

Im dritten Quartal profitierte der Konzern vom anhaltenden Stahlboom und verzeichnete einen Ergebnissprung. Das EBT aus fortgeführten Aktivitäten kletterte von 218 auf 488 Mill. ?. Der Umsatz lag bei 10,7 Mrd. ?, im Vorjahr waren es 8,85 Mrd. ?. Damit lag Thyssenkrupp deutlich über den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt mit einem EBT von 325 Mill. ? und einem Umsatz von 9,71 Mrd. ? gerechnet.

Der Überschuss wuchs von 214 auf 274 Mill. ?. Der Gewinn je Aktie (EPS) aus fortgeführten Aktivitäten stieg von 0,42 ? auf 0,55 ?. Auch beim Auftragseingang verzeichnete der Konzern einen Zuwachs, er erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 10,6 Mrd. ?. Die Nettoverbindlichkeiten lagen am 30. Juni bei 4,262 Mrd. ?.

Auch die einzelnen Segmente verzeichneten deutliche Zuwächse. Thyssenkrupp Steel verbesserte sein Vorsteuerergebnis aus fortgeführten Aktivitäten von 124 auf 280 Mill. ?. Das EBT von Thyssenkrupp Automotive kletterte von 58 auf 89 Mill. ?, das der Sparte Elevator von 81 auf 93 Mill. ?. Auch die Segmente Technologies, Services und Real Estate legten im dritten Quartal zu. Allein im Bereich Corporate verschlechterte sich das Vorsteuerergebnis aus fortgeführten Aktivitäten wegen höherer Zinsaufwendungen .

Händler ZU Zahlen: 'Fantastisch'

Die Erwartungen wurden laut Börsianern deutlich übertroffen. "Ohne Worte, die Daten zum dritten Quartal sind fantastisch", sagte ein Düsseldorfer Händler. Positiv wertet er zudem den angehobenen Ausblick.

Analyst Jürgen Siebrecht von der Westlb sagte: "Die Tatsache, dass der Ausblick angehoben wurde, zeigt, dass das Unternehmen auch ein gutes zweites Halbjahr erwartet." Eigentlich sei das nun angestrebte Ziel erst im kommenden Jahr erwartet worden. Zudem habe der Konsens deutlich darunter gelegen. Das "unglaublich gute Ergebnis" zeige, dass die höheren Stahlpreise in höhere Margen umgemünzt werden konnten, sagte Siebrecht.

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