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Thyssenkrupp und US-Partner erhalten alle Standorte bei Werftenfusion

Bei der geplanten Werftenfusion von Thyssenkrupp Werften und Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) sollen alle Standorte erhalten bleiben. Zu diesem Schluss seien Thyssenkrupp und One Equity Partners nach der Prüfung der Bücher (Due Diligence-Prüfung) gelangt, teilte Thyssenkrupp am Freitag in Essen mit.

dpa-afx ESSEN. Bei der geplanten Werftenfusion von Thyssenkrupp Werften und Howaldtswerke Werft-Deutsche (HDW) sollen alle Standorte erhalten bleiben. Zu diesem Schluss seien Thyssenkrupp und One Equity Partners nach der Prüfung der Bücher (Due Diligence-Prüfung) gelangt, teilte Thyssenkrupp am Freitag in Essen mit.

"Die neue Struktur sieht den Erhalt aller vorhandenen Standorte vor", sagte Thyssenkrupp-Vorstand Olaf Berlien. Sie orientiere sich an den bestehenden Schwerpunkten der einzelnen Werften und werde sich auf vier Produktbereiche konzentrieren: U-Boote, Marineschiffe, zivile Schiffe und Reparatur. Der Umfang der geplanten Stellenstreichungen ist noch offen. "Darüber wird nun mit den Sozialpartnern verhandelt", sagte eine Thyssen-Sprecherin.

Standorte

Bislang habe man sich nur auf die neue Struktur geeinigt, sagte die Sprecherin. Demnach soll sich der Standort Hamburg auf Überwasser-Marineschiffe und Mega-Yachten sowie auf das Reparatur-Geschäft konzentrieren. Emden soll Standort für Überwasser-Marine- und Handelsschiffe werden. Die U-Boot-Aktivitäten sollen in Kiel gebündelt werden. Weiter im Betrieb sollen auch die Auslandstöchter Kockums AB (Schweden) und Hellenic Shipyards (Griechenland) bleiben.

Der neue Werften-Konzern soll zu drei Viertel im Besitz von Thyssenkrupp sein. Den Rest soll der US-Investor kontrollieren, der zudem 240 Mill. ? erhalten soll. Die beiden Gesellschaften versprechen sich von dem Zusammenschluss ein "erhebliches Synergiepotenzial". Die Fusion gilt als Vorstufe zu einem europäischen Wertenverbund.

Der Industriekonzern und One Equity Partners, zu dem HDW gehört, hatten Mitte März die Zusammenführung ihrer Schiffbau-Aktivitäten vereinbart. Mit der Unterschrift der Verträge wird bis Ende September gerechnet. Der Vollzug des Zusammenschlusses soll bis zum Jahresende erfolgen. Der neue Werften-Verbund soll mit 9 300 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von 2,2 Mrd. ? erwirtschaften.

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