Tiefe Krise durch Chrisoph Daum
"Ewiger Zweiter": Der sportliche Weg von Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen hat das Etikett "ewiger Zweiter" erneut aufgefrischt. Zum vierten Mal nach 1997, 1999 und 2000 musste sich der Club in der Bundesliga mit der Vize-Meisterschaft begnügen.

dpa GLASGOW. Im DFB-Pokal konnte die Mannschaft die zweite Titel-Chance dieser Saison nicht nutzen: Beim 2:4 im Endspiel am Samstag in Berlin holte sich erneut Schalke 04 den "Pott". Der DFB-Pokalsieg 1993 und der UEFA-Cup-Gewinn 1988 bleiben somit vorerst die einzigen Titel der Leverkusener.

Nach den Lehrjahren im Profi-Oberhaus, in das Bayer zur Saison 1979/80 aufgestiegen war, etablierten sich die Rheinländer von Mitte der 80er bis Anfang der 90er Jahre im Mittelfeld der Bundesliga mit Plätzen zwischen fünf und acht. Höhepunkt in dieser Zeit war der Uefa-Pokal-Sieg gegen Espanol Barcelona, damals unter Trainer Erich Ribbeck.

Danach ging es wechselhaft für Bayer weiter. 1993 gewann der Verein durch ein Tor von Ulf Kirsten den DFB-Pokal gegen Hertha BSC. In der Saison 1993/94 schafften die Leverkusener dann erstmals den Sprung auf Rang drei, kämpften zwei Jahre später jedoch gegen den Abstieg und retteten sich 1995/96 als Tabellen-14.

In den folgenden Jahren wurde Bayer neben Bayern München eine feste Größe und einer der erfolgreichsten Bundesliga-Verein, ohne jedoch an den Bajuwaren vorbeiziehen zu können, die ihnen 1997, 1999 und 2000 den Titel wegschnappten. Besonders tragisch war der Sturz vor zwei Jahren, der als "Schmach von Unterhaching" zu einem geflügelten Fußball-Wort geworden ist. In dem Münchner Vorort hatten die Leverkusener mit einem 0:2 die fast sicher geglaubte Meisterschaft am letzten Spieltag noch verloren.

In eine tiefe Krise stürzte die Fußball-Tochter der Bayer AG die Kokain-Affäre des Ex-Trainers Christoph Daum, die mit dessen Ablösung endete. Allerdings kam Bayer auch mit dem neuen Chefcoach Berti Vogts nicht zur Ruhe: Dessen Engagement erwies sich als Irrtum und Fehlgriff. Mit Ach und Krach beendeten die Leverkusener die Saison 2000/2001 als Vierter. Ruhe und Erfolg kehrten mit dem neuen Trainer Klaus Toppmöller ein. Das i-Tüpfelchen wollte aber auch ihm in Meisterschaft und DFB-Pokal nicht gelingen.

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