"Tiefgreifende Restrukturierungen" sollen Ergebnis verbessern
Aditron rutscht im Halbjahr in die Verlustzone

Reuters DÜSSELDORF. Die in der Aditron-Gruppe gebündelte Elektroniksparte des Rheinmetall-Konzerns ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone geraten. Wie die Gesellschaft am Montag in Düsseldorf mitteilte, sei ein Fehlbetrag von 3,7 Mill. Euro angefallen, nach einem Überschuss von 4,4 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Neben abrechnungsbedingt verzögerten Umsätzen wurden gestiegene Materialpreise aufgrund von Lieferengpässen als Grund für das unter den Erwartungen liegende Ergebnis genannt.

Die Ertragssituation werde sich zwar im weiteren Verlauf durch Umsatzsteigerungen und eingeleitete Kostensenkungen bei den Töchtern Hirschmann und Preh verbessern. Doch werde 2000 das Ergebnis insgesamt schlechter ausfallen als im Vorjahr, hieß es. Der unbefriedigende Ergebnisverlauf in den ersten Monaten sei nicht in vollem Umfang zu kompensieren.

Aditron teilte weiter mit, bei der im Juni zu 50 % erworbenen EuroMarine-Gruppe in Hamburg sei im ersten Halbjahr ein Verlust vor Steuern von 14,6 Mill. DM angefallen. Der Umsatz sei auf 171,9 (Vorjahr: 200,2) Mill. DM zurückgegangen. Derzeit liefen "tiefgreifende Restrukturierungen". Die Mitarbeiterzahl sei bereits um rund 16 % auf 2225 (2643) Beschäftigte zurückgeführt worden.

In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz der Aditron-Gruppe nach den Angaben auf 335,6 (337,7) Mill. Euro. Die Gesamtleistung stieg um 4,8 % auf 352 Mill. Euro. Hierin spiegelten sich die erbrachten betrieblichen Vorleistungen wieder, die den Umsatzanstieg im zweiten Halbjahr absichern sollten, hieß es. Der Auftragseingang verbesserte sich um 28 % auf 404 Mill. Euro. Hierzu hätten alle Bereiche beigetragen, allerdings in unterschiedlichem Umfang. Der Auftragsbestand wurde auf rund 290 Mill. Euro beziffert.

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