Time Warner will breite Umstrukturierung vornehmen
CNN plant die Streichung von bis zu 1 000 Stellen

dpa NEW YORK. Die US-Fernsehgesellschaft CNN, die zum Medienkonzern Time Warner gehört, wird im Zuge einer breiten Umstrukturierung wahrscheinlich bereits in der nächsten Woche "erhebliche Entlassungen" vornehmen. Dies berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Time Warner will mit dem Online- Branchenführer America Online fusionieren.

Nach Angaben der Zeitung sollen zwischen 500 bis 1 000 Stellen gestrichen werden. CNN habe seine 4 000 Mitarbeiter Anfang Dezember davon unterrichtet, dass "energische" Veränderungen zu erwarten seien. Nach Darstellung des Blattes sind davon vor allem die Online- Aktivitäten von CNN mit seinen rund 750 Mitarbeitern betroffen. Unklar sei, wann die Entlassungen beginnen und wie sie über die CNN - Sparten verteilt werden sollen.

CNN wollte nach Angaben des "Wall Street Journal" zu Spekulationen über die Personalsituation keine Stellung nehmen. Der Sender hat dem Bericht zufolge 2 800 Mitarbeiter in seiner Zentrale in Atlanta (Georgia), obwohl das große Wachstum in den letzten Jahren außerhalb der USA stattfand. CNN habe außerhalb der Vereinigten Staaten doppelt so viele Zuschauer wie in den USA. Die Zuschauerzahlen in den USA hätten durch Konkurrenzsender wie den Fox News Channel der News Corp. (Rupert Murdoch) und MSNBC gelitten, ein Joint Venture zwischen General Electric und Microsoft.

Zu CNN zählen auch Kabelfernsehsender und Web-Sites wie CNNfn für Wirtschaftsnachrichten, CNN Headline News mit Kurznachrichten und CNN SI, ein Joint Venture mit dem Sports Illustrated-Magazin. Ziel der CNN-Umstrukturierung sei, die Nachrichtenbeschaffung in einer Organisation zusammenzuführen, statt sie einer Ansammlung von separaten Teilen zu belassen, die ihre Informationen an die verschiedenen Kanäle und Web-Seiten weiter geben. Die derzeitige Struktur laufe darauf hinaus, dass ein Teil oft nicht wisse, was die anderen tun.

CNN-Moderatoren und-Korrespondenten sollen künftig zunehmend Berichte für die CNN-Online-Operationen beisteuern. CNN habe im November und Anfang Dezember wegen des Rechtsstreits um die US- Präsidentschaftswahl einen starken Anstieg bei den Einschaltquoten gehabt, doch sei das Publikum insgesamt rückläufig. CNN hat im Jahr 2000 nach Angaben des "Wall Street Journal" seine Werbeeinnahmen auf 1,36 Milliarden Dollar erhöht gegenüber 1,19 Milliarden Dollar im Vorjahr.

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