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Tipps für die Urlaubsreise mit dem AutoDPA-Datum: 2004-06-21 10:07:15

Düsseldorf/Bonn (dpa/gms) Mancher Autoreisende wird in diesem Jahr wohl sehnsüchtig an die Staus der Vergangenheit denken. Denn der Urlaubsverkehr 2004 dürfte noch um einiges dichter und stockender werden als in den vergangenen Jahren:

Düsseldorf/Bonn (dpa/gms) Mancher Autoreisende wird in diesem Jahr wohl sehnsüchtig an die Staus der Vergangenheit denken. Denn der Urlaubsverkehr 2004 dürfte noch um einiges dichter und stockender werden als in den vergangenen Jahren:

Eine Studie des B.A.T. Freizeit-Forschungs-Institutes in Hamburg hat ergeben, dass das Auto wieder verstärkt als Urlaubs-Transportmittel genutzt wird. Gerade Familien mit Kindern setzen auf das Auto.

Eine nahe liegende Idee zur Stauvermeidung ist der Fahrtantritt zu unüblichen Zeiten. Allerdings sind solche Fahrten nicht für jeden ratsam. «Es kommt darauf an, was für ein Typ man ist», sagt der Internist und Tropenmediziner Burkhard Rieke vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. «Es gibt die Nachteulen und die Frühaufsteher.»

Um überhaupt zu wissen, wann und wo Staus zu erwarten sind, ist es wichtig, sich über die kritischen Stellen und Tage zu informieren. Bernd Kulow von Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn rät, sich den Verkehrskalender des Bundesverkehrsministeriums anzuschauen, in dem die erwarteten Stautage und Stauwochenenden des Jahres markiert sind. Er kann im Internet unter www.bmvbw.de, Stichwort «Verkehr» heruntergeladen werden.

Unterschätzt wird oft die Wichtigkeit regelmäßiger Pausen. «Pausen sollten im Allgemeinen alle zwei Stunden gemacht werden, auch zur Thrombose-Prophylaxe», rät Mediziner Rieke. Zwar bringen die meisten das Risiko für die gefürchteten Blutgerinsel nur mit Flugreisen in Verbindung, doch auch nach langen Autofahrten seien Thrombose-Fälle nicht unüblich. «Die Gefahr steigt bei Fahrten ab etwa vier Stunden an. Vor allem wenn noch beengtes Sitzen und ein Austrocknungszustand hinzu kommen.»

Allerdings ist auch der Pausenabstand von zwei Stunden nur eine Faustformel. «Man muss sich während der Fahrt selbst beobachten», meint Bernd Kulow vom Verkehrssicherheitsrat. Und weil ein paar sportliche Bewegungen wirklich hilfreich sind, sollte sich niemand dafür schämen. «Man muss einfach den Mut dazu haben, auch wenn es am Rastplatz sonst niemand macht.» Um fit zu bleiben, raten die Experten auf Reisen zudem zu leichteren Speisen.

Wichtig ist unterwegs auch das Wohlbefinden der Kinder. Johannes Hübner von Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main rät, einige Spiel vorzubereiten. Gameboy oder Buch sind allerdings nicht für jedes Kind die geeignete Abwechslung. Zum einen ist solche Unterhaltung laut Hübner im Auto nicht gut für die Augen, weil die Pupillen die Fahrzeugbewegungen immer wieder ausgleichen müssen. Zum anderen kann es bei einigen Kindern zu Übelkeit kommen. Besser sei es, die Kinder auf Dinge außerhalb des Autos hinzuweisen.

Auch sollte im Aufbruchsstress nicht vergessen werden, die Kinder im Auto richtig zu sichern. Und egal ob nur Erwachsene oder große und kleine Familienmitglieder zugleich im Autos sitzen - länger als acht Stunden sollte keine Fahrt dauern. Spätestens dann ist eine Übernachtung einzuplanen.

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