Tipps für Einsteiger:
So finden Sie den richtigen Optionsschein

Am Anfang steht die Meinung zu einer Aktie, einer Währung oder einem Index: Wer Optionsscheine kaufen möchte, muss sich darüber klar werden, auf welches Bezugsobjekt er spekulieren will - die Profis sprechen vom Basiswert. Die Wetten sind nur dann sinnvoll, wenn Investoren eine feste Vorstellung von der zu erwartenden Kursentwicklung haben.



Viele Anleger entscheiden sich für Kaufoptionsscheine auf einzelne Aktien. Sie sollten vor dem Kauf prüfen, wie es denn um die Fundamentaldaten - sprich: Finanzen - der Unternehmen steht. Grundsätzlich sollte man nicht in Gesellschaften investieren, deren Geschäftsidee man nicht verstanden hat, etwa nach dem Motto "hat irgend etwas mit Technologie zu tun, wird also zukunftsträchtig sein".



Sicherheitsorientierte Anleger, die sich an die deutsche Wachstumsbörse Neuer Markt heranwagen, sollten möglichst ausschließlich auf Marktführer setzen. Günstig ist, wenn die Gesellschaften in Branchen mit hohen Markteintrittsbarrieren arbeiten. Außerdem sollte man prüfen: Hat das Unternehmen seine Planziele erreicht? Gegenteilige Meldungen sind am Neuen Markt oft mit Kurseinbrüchen bestraft worden. Bei jungen Firmen ist darüber hinaus wichtig, dass das Management überzeugend auftritt. Ein Indikator dafür ist eine gute Investor-Relations-Politik.



Nach der Auswahl des Basiswertes gilt es, die Angebote der Banken zu vergleichen. Bei der Suche nach dem richtigen Optionsschein bieten Finanzdienstleister im Internet wie "onvista.de" Hilfe. Entsprechend der eigenen Risikoneigung wählt der Anleger aus. Dabei sollte er auf die impliziten Volatilitäten (erwartete Schwankungsbreiten der Kurse) achten. Eine hohe Volatilität treibt die Preise der Optionsscheine in die Höhe. Wer bereits teure Papiere kauft, sollte bedenken: Sinkt die Volatilität, fallen auch die Preise der Scheine. Orientierung bei der Auswahl der Papiere bietet auch der effektive Hebel (Delta x Hebelwert). Tendenziell bedeuten große Hebelwerte ein höheres Risiko: Bei einem Anstieg des Basiswerts schnellt der Schein rasch nach oben, bei einem Fall bricht er stärker ein als der Aktienkurs.



Wichtig ist auch, dass Anleger sich klar machen, in welchem Zeithorizont sie eine bestimmte Bewegung des Aktienkurses erwarten, und wie stark diese Ausschläge ausfallen dürften. Denn davon hängt ab, welchen Basispreis sie wählen sollten. Erwartet man in naher Zukunft eine starke Reaktion, ist ein Schein mit kurzer Restlaufzeit zu empfehlen, der etwas aus dem Geld liegt. Aus dem Geld liegen heißt bei Calls, dass die Aktie aktuell unter dem Basispreis notiert. Ist der Investor unsicher, was Zeitpunkt und Ausmaß der Bewegung betrifft, sollte er einen Schein mit längerer Laufzeit kaufen. Und zwar einen, der weiter im Geld liegt - der Basispreis liegt dann unter dem Aktienkurs. In diesen Fällen ist der Zeitwertverlust nicht so groß. Allerdings sind die Papiere oft teuer.



Bereits vor dem Kauf sollten Anleger sicherstellen, dass sie über die notwendigen technischen Mittel und ausreichend Zeit verfügen, um die Scheine ständig zu überwachen. Oft ist schnelles Eingreifen angesagt. Gewinne innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist sind übrigens steuerpflichtig. Aber auch Verluste lassen sich verwerten: Wenn man sie mit anderen Spekulationsgewinnen verrechnen und so seine Steuerlast reduzieren kann.

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