Tischtennis
Timo Boll trifft Tischtennis-Oldie

Timo Boll will gegen den 38-jährigen Schweden und Olympiasieger von 1992 punkten. Seinen Angstgegner hat er besiegt. Damit qualifizierte er sich erstmals für das Viertelfinale im Herren-Einzel. Im Doppel ist er an der Seite von Zoltan Fejer-Konnerth ausgeschieden.

HB ATHEN. In einer spannenden, aber nicht immer hochklassigen Partie schlug der Weltranglisten-Elfte am Mittwoch Weltmeister Werner Schlager (Österreich) mit 4:3-Sätzen. Nächste Hürde vor dem Sprung in das angestrebte Halbfinale ist nun am Freitag der Schwede Jan-Ove Waldner. Der 38 Jahre alte olympiasieger von 1992 in Barcelona besiegte sensationell den chinesischen Gold-Favoriten Ma Lin. Waldners Erfolg verwandelte die mit mehr als 4000 Zuschauern erstmals gut gefüllten Galatsi-Halle, darunter Leichtathletik-Legende Carl Lewis und etwa 1000 Skandinavier, in ein Tollhaus.

"Ich konnte mich gegenüber dem ersten Spiel um vier Klassen steigern. Im siebten Satz habe ich aggressiver gespielt und verdient gewonnen", sagte Ex-Europameister Boll. Angst vor großen Namen oder Titeln hatte Boll im Hit des Achtelfinales gegen Schlager nicht. Die Bilanz von zehn Siegen und nur drei Niederlagen im Direktvergleich gegen den 31 Jahre alten Österreicher machte ihm zusätzlich Mut. "Seine Spielweise liegt mir. Über den verlorenen zweiten Satz habe ich mich allerdings geärgert", erklärte der junge Hesse.

Der deutsche Meister revanchierte sich für die Niederlage gegen Schlager bei den olympischen Spielen 2000 in Sydney. Vor vier Jahren galt Boll noch als großes Talent. Diesmal hat er sich mit dem Ziel, eine Medaille holen zu wollen, selbst unter Druck gesetzt. Trotz seiner Rückenbeschwerden hält der frühere Weltranglistenerste diesem bisher stand. Auch die Enttäuschung über die klare 0:4-Pleite im Doppel gegen die starken Südkoreaner Lee Chul Seung/Ryu Seung Min steckte er gut weg. "Als Profi muss ich das können", erklärte er selbstbewusst.

"Waldner als nächster Gegner kommt etwas überraschend. Gegen ihn spiele ich etwas lieber. Ich habe aber großen Respekt vor seiner Leistung", sagte Boll. Die "Veteranen" aus Schweden verbreiteten Super-Stimmung auf den Rängen. Zusätzlich zum Einzel-Coup besiegten Waldner und Ex-Weltmeister Jörgen Persson (36) im Doppel die Top- Favoriten Kong Linghui/Wang Hao aus China. Es waren die größten Überraschungen in einem bisher durchweg von Asiaten dominierten Turnier.

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