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Tiscon sieht nach HMP-Fusion Wachstumspotenziale

Durch die Fusion mit HMP strebe Tiscon bei den Produktinformationssystemen erhebliche Steigerungen an.

Reuters STUTTGART. Der am Neuen Markt notierte IT-Dienstleister tiscon Infosystems AG sieht nach einer Neuorientierung und der in diesem Jahr vollzogenen Fusion mit HMP im Bereich Produktinformationssysteme deutliches Wachstumspotenzial. "Wir richten uns zurzeit neu aus", erläuterte Vorstandschef Oliver Elser am vergangenen Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die schon weit forgesschrittene Integration mit HMP strebe Tiscon bei den Produktinformationssystemen erhebliche Steigerungen an. Die Sparte solle bereits im kommenden Jahr profitabel sein und mittelfristig die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Bis 2003 peile Tiscon insgesamt eine Ebit-Marge von über 20 % an.

Im Bereich Produktinformationssysteme, in dem Tiscon insbesondere die Plattform Tiscon Solutionhouse anbietet, sehe er durch die Integration der HMP-Datenbank TeDis erhebliches Steigerungspotenzial, sagte Elser. "Wir haben einen Schwenk in Richtung Produktinformationssysteme eingeschlagen". Die Sparte solle von den erwarteten rund fünf Mill. DM Umsatz in diesem Jahr auf etwa 20 Mill. DM in 2001 wachsen. Bei den traditionellen IT-Dienstleistungen sehe er ein jährliches Wachstum von rund 20 %. Künftig wolle Tiscon Synergien zwischen den beiden Geschäftsbereichen ausschöpfen. So ziehe ein Lizenzauftrag im Bereich Produktinformationssysteme Leistungen aus der Sparte Dienstleistungen nach sich.

Tiscon hatte in diesem Jahr nach der angekündigten Verschmelzung mit der Herrenberger HMP seine Geschäftsprognosen zunächst kräftig angehoben, Anfang November allerdings dann wieder deutlich nach unten korrigiert. "Die Planungen waren zu optimistisch", sagte Elser. So seien unter anderem die für die erheblichen Wachstumsziele im traditionellen IT-Dienstleistungs-Geschäft benötigten Mitarbeiter am Markt nicht zu bekommen gewesen. Mittlerweile könne Tiscon aber durch die gestiegene Bekanntheit der Firma leichter Personal bekommen, unterstrich Elser.

Tiscon werde in 2000 voraussichtlich 46 Mill. DM umsetzen und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit ) von 2,5 Mill. DM erzielen, bekräftigte Elser. Die Ebit-Marge des Unternehmens solle im kommenden Jahr auf rund zehn Prozent klettern, in 2002 auf zwischen 16 und 19 % und im Folgejahr auf über 20 %. Dies hänge allerdings von der noch unklaren Höhe der Investitionen ab, unterstrich Elser.

Investieren wolle Tiscon nach dem Abschluss der Neuausrichtung vor allem in die Internationalisierung. So wolle Tiscon in Asien gemeinsam mit einem Kooperationspartner eventuell schon im ersten Quartal 2001 eine Niederlassung gründen. Auch in den USA sei noch für das kommende Jahr der Markteintritt geplant. Bei dem Eintritt in ausländische Märkte stünden insbesondere Kooperationen im Vordergrund, aber auch Zukäufe seien nicht ausgeschlossen.

Für die im Dezember diesen Jahres aus dem Vorstand ausgeschiedenen Firmengründer Reiner Schöll und Reinhold Holstein seien kurzfristig keine Nachfolger geplant, sagte Elser: "Wir sind mit dem jetzigen Vorstand gut aufgestellt.

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