Titel bleibt auf den Empfehlungslisten
Analysten sehen die EM.TV-Aktie sehr positiv

rsc DÜSSELDORF. Die EM.TV-Aktie wird von Aktienanalysten weiter in den höchsten Tönen gelobt. "Die heute veröffentlichten Zahlen haben keinen Einfluss auf unsere positive Einschätzung", sagt Klaus Lüpertz von HSBC Trinkaus & Burkhardt. EM.TV könne die gesamte Medien-Wertschöpfungskette abdecken und mit weitgehenden Merchandising-Rechten eine Menge Geld verdienen. Dass die Unternehmenszahlen diese Beurteilung noch nicht widerspiegeln, erklärte der Aktien-Experte damit, dass neue Marken aus Akquisitionen noch nicht abschließend integriert seien. Als Enttäuschung wertete Lüpertz die Zahlen aber keinesfalls.

Lüpertz sagte zu Handelsblatt.com: "Sollte die Formel 1 an die Börse gehen, dann war der Einstieg ein äußerst profitabler Deal." EM.TV hält ein 50 %-Paket an der Formel-1-Holding SLEC. Marktgerüchten zurfolge soll die Beteiligung allerdings auf 30 % reduziert werden. Neben den Motorsport-Vermarktungsaktivitäten hob der Analyst besonders den internationalen Vertrieb von TV-Rechten hervor. In den USA sei es EM.TV gelungen, mit dem Kinderkanal "Junior" eine Plattform für das Pay-TV aufzubauen.

Daher bleibe die EM.TV-Aktie auf der Empfehlungsliste von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Der Kursrückschlag vom Donnerstag böte auch Privatanlegern ein interessantes Einstiegsniveau. Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten prognostiziert Lüpertz ein Kurspotenzial zwischen 80 und 90 Euro. Allerdings gebe es für vorsichtigere Anleger als interessante Anlagealternative, um an der Kursentwicklung von EM.TV teilhaben zu können, auch eine Wandelanleihe (WKN: 368284) mit einer Rendite von aktuell mehr als 9 %.

Aktie benötigt noch positive Impulse

Auch die DG Bank wird die EM.TV-Aktie in ihrer Beurteilung weiter auf "Akkumulieren" belassen und sieht ein Kurspotenzial von bis zu 10 %. "Im zweiten Halbjahr benötigt der Titel allerdings noch weitere Impulse", sagt Aktien-Analystin Nicole Davion. Diese könnten beispielsweise aus zusätzlichen Einnahmen von Merchandising-Aktivitäten bei weiteren und zwei zusätzlichen Formel 1-Rennen resultieren und zudem aus weiteren Umsatzerlösen aus TV-Lizenzverträgen, die im zweiten Quartal realisiert werden.

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