Titel verlieren sieben Prozent
Tui-Aktie beschleunigt Talfahrt

Die seit Tagen anhaltende Talfahrt der Aktie des Reiseriesen Tui ist am Mittwoch nach einem Zeitungsbericht über einen zu erwartenden Quartalsverlust beschleunigt worden. Die Aktie verlor am Mittwoch knapp sieben Prozent und notierte am Vormittag bei 10,10 Euro.

HANNOVER/FRANKFURT. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise, TUI habe in den ersten drei Monaten einen operativen Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) von 65 Mill. ? erwirtschaftet nach einem Minus von 29 Millionen im Vorjahr. Ein Tui-Sprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren und verwies auf die Veröffentlichung der Ergebnisse am kommenden Dienstag.

Tui-Konzernchef Michael Frenzel hatte allerdings schon vor zwei Wochen auf der Bilanzpressekonferenz einen deutlich höheren Quartalsverlust als im Vorjahr angekündigt. Als Grund nannte er den besonders starken Buchungsrückgang infolge des Irak-Krieges im Monat März. Bis Ende April lag Tui bei den Buchungsumsätzen konzernweit um gut zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau, allein für die Sommersaison sogar 15 Prozent.

Analysten rechnen mit noch höherem Verlust

Analysten erwarten deshalb für die ersten drei Monate dieses Jahres einen noch deutlich höheren operativen Verlust. Die DZ Bank geht von einem Ebta von minus 109 Mill. ? aus. Darin seien bereits rund 200 Millionen Ertrag aus dem Verkauf der Ruhrgas-Beteilung eingerechnet. Ohne diesen Sondereffekt schätze die DZ Bank den operativen Verlust auf 309 Mill. ?, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Auch andere Branchenexperten erklärten auf Reuters-Anfrage, der von der Zeitung genannte Verlust sei angesichts des Preisdrucks in der Touristikbranche und der Restrukturierungskosten, die TUI zum Teil bereits ins erste Quartal gebucht haben dürfte, viel zu niedrig.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern eigenen Angaben zufolge dennoch die allerdings schwachen Ergebnisse von 2002 zu übertreffen. Dies sei Dank der zu erwartenden guten Erträge in der Logistik-Sparte und der Erlöse aus dem Verkauf der Energiesparte zu erreichen.

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