Titelverteidiger Chile seit sieben Partien ungeschlagen
World Team Cup: Australier erreichen Finale

Die australischen Tennis-Herren haben beim World Team Cup in Düsseldorf das Endspiel gegen Chile erreicht. Die deutschen Spieler treffen bei den French Open unterdessen auf schwere Gegner.

HB BERLIN. Australien hat beim World Team Cup nach einem wahren Kraftakt über acht Stunden gegen Argentinien das Finale erreicht. Während die deutschen Spieler um Rainer Schüttler längst schon die erste Trainingseinheit vor den French Open in Paris absolviert hatten, machten Wayne Arthurs und Paul Hanley mit einem 6:3, 6:4-Erfolg im abschließenden Doppel gegen die Argentinier Juan Ignacio Chela und Lucas Arnold den hart erkämpften 2:1-Sieg perfekt.

Im Endspiel am Samstag wartet nun der seit sieben Partien ungeschlagene Titelverteidiger Chile. Die Südamerikaner hatten Deutschland am Donnerstag mit einem 2:1-Erfolg im entscheidenenden Spiel der Roten Gruppe aus dem Turnier geworfen.

In der Blauen Gruppe feierten die Fans den Ex-Weltranglistenersten Lleyton Hewitt, der erst nach einer Aufholjagd im zweiten Durchgang gegen Gaston Gaudio die 3:6, 7:5, 6:7 (5:7)-Auftaktniederlage kassierte. Im Anschluss stand Wimbledon-Finalist Mark Philippoussis ebenfalls mehr zweieinhalb Stunden auf dem Platz, ehe er mit 4:6, 6:3, 7:5 gegen Mariano Zabaleta für den Ausgleich gesorgt hatte. Vom deutschen Team war nur noch Teamchef Patrik Kühnen im Rheinland. Der frühere Daviscupsieger bezeichnete das Aus gegen Chile noch immer als «unheimlich schade». Kühnen reist mit positiven Eindrücken nach Paris.

«Die Jungs haben endlich gesehen, was es bringt, als Team zusammenzuhalten. Und sie haben verstanden, dass man den Daviscup oder die Mannschafts-WM nicht allein gewinnen kann», so Kühnen. Gegenseitige Unterstützung kann das deutsche Top-Trio Schüttler, Nicolas Kiefer und Tommy Haas auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres gebrauchen: Die Auslosung löste am Freitag keine Freude im deutschen Lager aus.

Am schlimmsten erwischte es Tommy Haas, der in der ersten Runde auf Titelverteidiger Juan Carlos Ferrero aus Spanien trifft. «Tommy hat in Düsseldorf gut gespielt, und Ferrero musste die ganze Zeit wegen Windpocken pausieren, da muss man erst mal abwarten, wie fit er ist», sagte Kühnen. Abwarten muss auch Nicolas Kiefer, der mit einer Entzündung im Handgelenk nach Paris reiste und im Falle eines Erfolgs über Lokalmatador Thierry Ascione bereits in der zweiten Runde auf Wimbledon- und Australian-Open-Sieger Roger Federer treffen könnte. Rainer Schüttler trifft zum Auftakt auf den Belgier Xavier Malisse.

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