Tochter der Hypo-Vereinsbank kann Ergebnis im ersten Quartal kräftig steigern
Zehn Institute wollen Norisbank übernehmen

Die Hypo-Vereinsbank kann sich freuen: Zahlungskräftige Institute aus ganz Europa wollen die Tochter Norisbank kaufen wollen. Dazu zählen etwa die Halifax Bank of Scotland, die Royal Bank of Scotland und HSBC. Aus Deutschland greift unter anderem die Postbank nach der Norisbank, die als Ertragsperle gilt.

FRANKFURT. Die erste Garde der europäischen Großbanken greift nach der "Ertragsperle" der Hypo-Vereinsbank (HVB), die auf Verbraucherkredite spezialisierte Norisbank. Nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) sind unter den gut zehn ernsthaften Interessenten die beiden schottischen Institute Halifax Bank of Scotland (HBOS) sowie Royal Bank of Scotland (RBOS) und die englische Großbank HSBC.

"Die HVB will durch den Verkauf natürlich einen hohen Preis erzielen, aus Imagegründen wünscht sie sich aber auch eine gute Adresse als Käufer", sagte ein an den Verhandlungen beteiligter Bankmanager.

Die erwartete Preisspanne der Angebote reiche von 300 Mill. bis 500 Mill. Euro. Nur wenn die Offerten eng beieinander lägen und drei bis vier Institute in die engere Auswahl kämen, sei ein Bietergefecht zu erwarten. Der Preis könne dann bis auf 600 Mill. Euro steigen, heißt es in Bankenkreisen. Zu den Interessenten zählen den Informationen zufolge neben den Briten auch die französische BNP Paribas und der spanische Bankkonzern BBVA. Auch die spanische Großbank BSCH gehöre dazu. Sie ist bereits mit der Konsumentenkreditbank CC Bank in Deutschland vertreten. Die Ausländer sind bereit, einen höheren Preis als deutsche Wettbewerber zu bezahlen, um hier zu Lande Fuß zu fassen.

Aus Deutschland greifen Postbank, Citibank und die ING-Tochter Diba nach der Norisbank. Allerdings haben sie nach Worten eines Bankmanagers in erster Linie Interesse an der standardisierten Kreditplattform Easy Credit und nicht an Filialen und Mitarbeitern. Deshalb wäre mit Entlassungen und Filialschließungen zu rechnen. Das soll jedoch verhindert werden. Deshalb seien die deutschen Institute keine Wunschpartner, heißt es in Verhandlungskreisen. Die Gebotsfrist endet am Freitag, exklusive Verhandlungen mit einem kleinen Kern von Kaufwilligen werden frühestens Mitte kommender Woche erwartet. Bis zum Sommer dieses Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein.

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