Tochtergesellschaften werden zusammengelegt
MAN streicht in England jeden zweiten Job

Der MAN-Konzern ordnet nach dem Desaster bei seiner englischen Nutzfahrzeugtochter ERF sein britisches Lkw-Geschäft neu.

mwb MÜNCHEN. ERF und die englische Konzerntochter MAN Truck & Bus UK Ltd. werden weitgehend zusammengelegt, sagte MAN-Nutzfahrzeugchef Hakan Samuelsson in London, wie bereits in einem Teil der Handelsblatt-Ausgabe vom Dienstag berichtet. Chef der neuen britischen Führungsgesellschaft MAN-ERF wird MAN-Manager Jürgen Knorpp. Jährlich müsse ERF rund 50 Mill. Euro einsparen, um wieder profitabel zu werden. Knapp die Hälfte der 770 Beschäftigten wird ihren Job verlieren. Die Marke ERF soll aber erhalten bleiben. In der Produktion soll verstärkt neue MAN-Technologie eingesetzt werden. Ziel ist es mittelfristig, einen Umsatz von 600 Mill. Pfund und damit einen Marktanteil von 20 % in Großbritannien zu erreichen.

MAN hatte ERF im März 2000 für 62 Mill. Pfund von Western Star übernommen. Bilanzfälschungen und Verluste im operativen Geschäft der ERF werden das MAN - Konzernergebnis nach früheren Angaben mit bis zu 200 Mill. Euro belasten. Der "Englische Patient" sowie weitere Probleme im Nutzfahrzeuggeschäft gelten als Hauptgründe für den bereits angekündigten Gewinnverfall des Gesamtkonzerns um 40 % auf 400 Mill. Euro.

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