Tod durch Giftspritze
Texas vollstreckt 30. Todesurteil in diesem Jahr

Obwohl der Verurteilte bis zuletzt seine Unschuld beteuerte und vergeblich einen Gentest forderte, wurde das Urteil vollstreckt.

Reuters HUNTSVILLE. Im US-Bundesstaat Texas ist am Dienstag das 30. Todesurteil in diesem Jahr vollstreckt worden. Der wegen Mordes zum Tode veurteilte Richard Jones (40) beteuerte bis zuletzt seine Unschuld, als ihm im Gefängnis Huntsville die tödliche Giftspritze gesetzt wurde. Jones war von einem Gericht für schuldig befunden worden, 1986 eine 27-Jährige entführt, erstochen und ihre Leiche anschließend verbrannt zu haben. Der Todeskandidat hatte vergeblich einen Gentest gefordert, der seine Unschuld beweisen solle. Seine Anträge waren unter anderem vom Obersten Gerichtshof der USA sowie vom republikanischen Gouverneur von Texas, George W. Bush, abgelehnt worden.

Bush, der als vehementer Befürworter der Todesstrafe gilt, tritt im November für die Republikaner bei der US-Präsidentenwahl an. Während seiner über fünfjährigen Amtszeit als Gouverneur von Texas sind in dem US-Südstaat bereits 142 Todesurteile vollstreckt worden.

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