Tod noch nicht bestätigt
Angeblich vier Journalisten in Afghanistan erschossen

In Afghanistan sind angeblich vier westliche Journalisten und ein Dolmetscher am Montag in einen Hinterhalt geraten und erschossen worden. Nach inoffiziellen Berichten soll es sich bei den Journalisten um zwei Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuters, eine Reporterin der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" und einen Korrespondenten der spanischen Zeitung "El Mundo" handeln.

dpa MADRID. Das Madrider Blatt "El Mundo" bestätigte, dass sein Korrespondent Julio Fuentes in dem überfallenen Konvoi mitgereist sei. Die Zeitung mache sich große Sorgen um den Journalisten. Bei der Italienerin handelte es sich um Maria Grazia Cutuli. Für ihren Tod gab es ebenfalls keine Bestätigung. Die Journalisten und der Dolmetscher waren nach diesen Informationen auf der Fahrt von der Stadt Dschalalabad in die afghanische Hauptstadt Kabul.

Eine andere Gruppe von Reportern, die in einem zweiten Konvoi gefolgt sei, habe entkommen können und sei nach Dschalalabad zurückgekehrt. Der Korrespondent des spanischen Regionalsenders TV-3, Eduard Sanjuan, berichtete, der erste Konvoi sei 90 Kilometer östlich von Kabul gestoppt worden. Die Angreifer hätten die Fahrer laufen lassen und die Journalisten erschossen. Da die Angreifer die technische Ausrüstung der Journalisten nicht mitgenommen hätten, handele es sich bei den Tätern wahrscheinlich nicht um Banditen.

Am 11. November waren ein deutscher und zwei französische Journalisten bei einem Taliban-Angriff im Norden des Landes getötet worden. Der aus Rostock stammende "Stern"-Reporter Volker Handloik (40) war zusammen mit fünf weiteren Kollegen mit einem Schützenpanzer der Nordallianz nahe der Grenze zu Tadschikistan unter Feuer geraten. Neben Handloik starben dabei Johanne Sutton von Radio France International (RFI) und Pierre Billaud vom Hörfunksender RTL.

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