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Todesspritzen von Sonthofen nachgewiesen

Im Fall des Krankenpflegers von Sonthofen (Bayern), der 16 Patienten getötet haben soll, sind bei den Opfern Spuren tödlicher Injektionen nachweisbar. Das ist das vorläufige Ergebnis erster Obduktionen.

dpa SONTHOFEN. Im Fall des Krankenpflegers von Sonthofen (Bayern), der 16 Patienten getötet haben soll, sind bei den Opfern Spuren tödlicher Injektionen nachweisbar. Das ist das vorläufige Ergebnis erster Obduktionen.

Die Staatsanwaltschaft Kempten will alle 42 Patienten des Sonthofener Krankenhauses, die während der Dienstzeit des 25-jährigen Pflegers gestorben sind und als Opfer in Frage kommen, obduzieren zu lassen. Sieben Exhumierungen wurden am Freitag auf dem Friedhof in Sonthofen abgeschlossen.

"Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der Tötungen auf Grund der weiteren Obduktionen noch erhöhen wird", sagte Kripochef Albert Müller am Freitag. Der Mann werde regelmäßig mit dem aktuellen Stand der Ermittlungen konfrontiert. An weitere Tötungen könne er sich angeblich nicht erinnern. Der Pfleger war im Juli verhaftet worden und hatte ein Geständnis abgelegt. Angeblich hatte er schwer kranke Patienten von ihrem Leid erlösen wollen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis ersten Obduktionen ist bei den zum Teil seit Monaten beerdigten Opfern das Narkosemittel nachweisbar. Ein Nachweis für die Muskel lähmende Substanz, die den Tod der Patienten verursachte, lasse sich wahrscheinlich nicht finden, sagte Müller. Für die Überführung des Täters reiche es aber aus, wenn die Gerichtsmedizin das Narkosemittel findet, ohne dass dies in den Krankenakten als ärztlich verordnet vermerkt wurde.

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