Archiv
Todesstrafe in chinesischen Korruptionsprozessen gefordert

AP SCHANGHAI. Im Prozess um den bislang größten Korruptionsskandal in China fordern die Anklagevertreter offenbar die Todesstrafe für mehrere ranghohe Beamte. Das berichtete die Hongkonger Tageszeitung `Ming Pao" am Montag. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, ging am Sonntag der zweitägige Prozess gegen den stellvertretenden Bürgermeister der Hafenstadt Xiamen, Lan Fu, zu Ende. Über das Urteil wurde allerdings nichts bekannt. Lan soll einem Zeitungsbericht zufolge Bestechungsgelder angenommen und einen Schmugglerring geschützt haben.

Der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin hat dem Kampf für eine saubere Regierung höchste Priorität eingeräumt. In der vergangenen Woche wurde der frühere stellvertretende Vorsitzende des chinesischen Volkskongresses, Cheng Kejie, hingerichtet, weil er Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben soll.

Über die Prozesse in der Provinz Fujian, wo auch die Stadt Xiamen liegt, wurde indes nicht viel bekannt. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag lediglich, dass die Verfahren im Lai-Changxing-Fall am Mittwoch begonnen hätten. Lai war der Kopf der in Xiamen ansässigen Yuanhua-Gruppe, die Öl, Autos, Zigaretten und andere Waren geschmuggelt und Behördenvertreter bestochen haben soll. Er floh kurz vor dem Beginn der Ermittlungen aus China.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%