Todesurteil harsch kritisiert
Mörder wurde trotz betrunkenem Anwalt hingerichtet

Trotz vehementer Proteste ist im US-Bundesstaat North Carolina erneut ein Todeskandidat durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Der 42-jährige wegen Mordes verurteilte Ronnie Frye starb am Freitagmorgen um 2:15 Uhr (8:15 Uhr MESZ) im Gefängnis von Raleigh. Wenige Stunden zuvor hatte der Gouverneur von North Carolina eine Aufschiebung der Hinrichtung abgelehnt.

afp WASHINGTON. Menschenrechtsgruppen hatten das Todesurteil harsch kritisiert und versucht, den Fall neu aufzurollen: Fryes Anwalt war während des Prozesses betrunken. Der Verteidiger versäumte es, mildernde Umstände für seinen arbeitslosen und drogenabhängigen Mandanten geltend zu machen.

Frye hatte 1993 seine 70-jährige Vermieterin mit einer Schere erstochen. In seinen letzten Worten bat er die Familie der Frau um Vergebung. Er bereue seine Tat. Frye ist das dritte Hinrichtungsopfer in North Carolina in diesem Jahr. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in dem Bundesstaat vor 14 Jahren wurden 19 Menschen hingerichtet.

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