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Tokio schließt deutlich schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch in schwacher Verfassung geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte büßte trotz der positiven Vorgaben der Wall Street nach der erneuten Zinssenkung in den USA deutliche 2,1 % ein und sackte wieder unter die Marke von 10 000 Punkten.

dpa-afx TOKIO. Am Ende verbuchte das Kursbarometer nach Gewinnmitnahmen ein Minus von 212,33 auf 9 924,23 Punkten. Der breiter angelegte Topix schloss mit einem Verlust von 17,28 Punkten oder 1,6 % beim Stand von 1050,35 Punkten.

Händler erklärten die Verluste mit Gewinnmitnahmen in Reaktion auf die zuvor erzielten Kursgewinne. Zudem werde erwartet, dass zahlreiche Konzerne in der bevorstehenden Berichtssaison ihre Gewinnprognosen senken müssen.

Spekulationen um Gewinneinbruch bei TDK

Mit IHI, Oki Electric und Komatsu hatten bereits die Konkurrenten von TDK ihre Prognosen zurückgenommen. Komatsu verloren 50 auf 395 Yen und IHI 23 auf 241 Yen. Oki Electric gewannen hingegen neun auf 327 Yen. Das Unternehmen wird mit einem nicht näher beschriebenen Restrukturierungsprogramm auf den erwarteten Gewinnrückgang reagieren.

Gerüchte um einen Gewinneinbruch machten auch der Aktie von TDK zu schaffen. Eine Tageszeitung hatte berichtet, dass der Technologiekonzern in diesem Jahr lediglich eine schwarze Null schreiben wird. Das Unternehmen wies dies als "Spekulation" zurück. Zugleich räumte TDK ein, "in einem Boot" mit anderen Konzernen zu sitzen, die bereits ihre Prognosen reduzieren mussten. Der Kurs sank um 210 auf 4 850 Yen.

Fujitsu verbilligten sich um 37 auf 910 Yen, während NEC unverändert mit 930 Yen notierte. Beide Technologiekonzerne wollen auf die Nachfrageflaute mit vorübergehenden Produktionsstopps reagieren. Die Ratingagentur Moody's hatte zudem die bevorzugten, ungesicherten Zahlungsverpflichtungen von NEC unter Beobachtung für eine mögliche Herabstufung gesetzt.

Anleger skeptisch über UMTS-Engagement von NTT Docomo in Europa

Square schlossen dagegen im Plus. Die Papiere legten um 138 auf 1 590 Yen zu. Die Anleger honorierten damit die Entscheidung, die verlustreiche Film-Tochter zu schließen.

Deutlich nach unten zeigte das Kursbarometer für NTT Docomo . Konzernchef Keiji Tachikawa hatte angekündigt, zu den ersten Anbietern des neuen UMTS-Mobilfunkstandards in Europa gehören zu wollen und damit bereits im zweiten Halbjahr 2002 zu starten. Kosten und spätere Umsätze würden vielen Anlegern aber unsicher erscheinen, begründeten Händler den Kursverlust. NTT Docomo gaben 110 000 auf 1,61 Mill. Yen ab.

Abwärts ging es auch für Banken. Mizuho verloren 22 000 auf 453 000 Yen und MTFG 35 000 auf 963 000 Yen. Händler machten dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich.

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