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Tokioter Börse schließt auf Zwei-Monatshoch

Die asiatische Leitbörse hat am Freitag auf dem höchsten Stand seit acht Wochen geschlossen. Dazu trugen insbesondere die Technologiewerte bei.

Reuters TOKIO. Die Gewinne seien allerdings durch schwache ökonomische Daten aus Japan und wegen der Vorsicht der Marktteilnehmer im Vorfeld der Veröffentlichung der Regierungspläne für die Bankreform beschnitten worden. Auch die Sorgen über weltweite Gewalt hätten den Anstieg limitiert. "Der Anschlag auf das Verkehrsflugzeug hat mich an die Selbstmordanschläge mit Flugzeugen vom 11. September erinnert", sagte Yorinobu Hara von Asahi Tokyo Investment Trust Management. Am Vortag hatten Extremisten in Kenia ein israelisches Charterflugzeug mit Raketen beschossen und verfehlt sowie ein Hotel in die Luft gesprengt.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index stieg 0,42 Prozent oder 38,78 Zähler auf 9 215,56 Punkte. Der kapitalgewichtete Topix gewann 4,59 Punkte oder 0,52 Prozent auf 892,71 Zähler. Mit einem Umsatz von über 916 Millionen Aktien sei das Geschäft aktiv gewesen.

Vor Börseneröffnung waren Daten zur japanischen Industrieproduktion veröffentlicht worden, die schwächer als erwartet ausgefallen waren. Auch die Zahlen zum Arbeitsmarkt zeigten keine Besserung für Japans Wirtschaft.

Uneinheitlich präsentierten sich vor der Veröffentlichung der Reformpläne die Banken. So gaben die Aktien von UFJ Holdings, der kleinsten und schwächsten unter den grossen Banken Japans, 1,5 Prozent nach. Die Papiere der finanziell festeren Mitsubishi Tokyo Financial Group stiegen 0,8 Prozent.

Nachdem die Befürchtungen nachgelassen hätten, Banken könnten verstaatlicht werden, scheine es, als ob ausländische Marktteilnehmer die Gewichtung Japans wieder erhöht hätten, sagte Kazuyuki Naito, General Manager von UFJ Tsubasa Securities.

Davon hätten vor allem die Technologiewerte profitiert. Die Aktien des PC- und Halbleiterherstellers Fujitsu stiegen vier Prozent und zogen andere Tech-Werte wie Tokyo Electron und Advantest Corp mit nach oben. Dies sei eine Korrektur zuvor übertriebener Kursverluste, sagte ein Händler.

Stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtete Unternehmen hätten dagegen unter den schwachen Industriedaten gelitten. So sank der Preis für Aktien der Oji Paper oder auch der Secom.

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