Tokioter Börse schließt leicht schwächer: Bankentitel belasten den Nikkei

Tokioter Börse schließt leicht schwächer
Bankentitel belasten den Nikkei

Die japanischen Aktien haben den Handel am Montag leichter beendet. Banktitel standen dabei nach Einschätzung von Händlern im Zuge eines Rettungsplanes für den Einzelhändler Daiei unter Druck.

Reuters TOKIO. Für die Rettung von Daiei erliessen verschiedene Banken Schulden. "Die Probleme der Banken sind längst nicht vorbei", sagte ein Händler. "Es wird wahrscheinlich noch mehr Restrukturierungen und Firmenzusammenbrüche geben, das heisst, auch mehr Lasten für die Banken", fügte er an.

Der Nikkei-225-Index lag zwar in der zweiten Handelshälfte zeitweise ins Plus, schloss schliesslich aber 0,13 Prozent im Minus mit 10 280,25 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,18 Prozent auf 1 007,64 Zähler.

Die Aktien aller vier japanischer Bankriesen gaben nach. Die Titel der im Daiei-Fall am meisten exponierten Bank, UFJ Holdings , gaben über fünf Prozent nach auf 283,000 Yen. Sumitomo Mitsui verloren 3,8 Prozent, Mizuho 2,7 Prozent und Mitsubishi Tokyo Financial Group 3,2 Prozent. Die Ausblicke für Sumitomo und Bank of Tokyo-Mitsubishi, ein Ableger der Mitsubishi Tokyo Financial , und acht weiterer japanischer Banken wurden nach Börsenschluss von Moody's auf "negativ" von "stabil" eingestuft.

Daiei fielen über 30 Prozent. Der Einzelhändler kündigte bei der Vorstellung des Rettungsplanes auch einen Kapitalschnitt um 50 Prozent an. Dies habe die Investoren überrascht.

Der Markt sei im Allgemeinen jedoch wieder optimistischer, sagten Händler. Fujitsu stiegen 2,3 Prozent und TDK gewannen 1,7 Prozent. Auch die Autohersteller Honda und Nissan legten zu.

Größter Gewinner war in Tokio die Aktie des Baukonzerns Kumagai Gumi , die ein Fünftel zulegte, nachdem das Unternehmen Presseberichten zufolge einen milliardenschweren Auftrag aus den Philippinen erhielt.

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