Tolle Moral im Finale gegen Schweden
Kanada verteidigt Weltmeister-Krone

Kanada hat in der Goldenen Stadt Eishockey-Geschichte geschrieben. Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland wehrten wie vor einem Jahr den Angriff der Schweden auf die Eishockey-Krone mit toller Moral ab und setzten sich im WM-Finale von Prag trotz Rückständen von 0:2 und 1:3 noch mit 5:3 (1:2, 2:1, 2:0) gegen Schweden durch. Sie schlossen damit durch ihren 23. Titelgewinn mit Rekordweltmeister Russland gleich. Den "Ahornblättern" gelang damit erstmals seit 45 Jahren eine erfolgreiche Titelverteidigung.

HB PRAG. In der hochklassigen Neuauflage des Vorjahresfinales, das die Nordamerikaner 3:2 gewonnen hatten, fiel die Entscheidung im Schlussdrittel: Jay Bouwmeester (41.) und Matt Cooke (51.) trafen vor 17 000 Zuschauern in der Prager Sazka-Arena für den Olympiasieger von Salt Lake City, bei dem noch acht Weltmeister von 2003 auf dem Eis standen. Die "Tre Kronors" mit dem früheren Kölner, Münchner und Düsseldorfer Meistertrainer Hardy Nilsson müssen weiter auf ihren achten WM-Titel warten.

Wie im Vorjahr gingen die Skandinavier 2:0 in Führung: Jonas Höglund erzielte in Überzahl bereits nach 133 Sekunden sein fünftes WM-Tor, Daniel Alfredsson erhöhte nur fünf Minuten später nach einem mustergültigen Zuspiel von NHL-Star Peter Forsberg. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger von Colorado Avalanche, Weltmeister 1992 und 1998 sowie Olympiasieger 1994, war zusammen mit Verteidiger Nicklas Lidström (Detroit Red Wings) extra für das Finalwochenende eingeflogen worden. Forsberg war schon 1992 beim Titelgewinn in Prag dabei und wurde frühzeitig durch einen bösen Bandencheck von Rob Niedermayer niedergestreckt.

Ein Fehler des schwedischen Abwehrspielers Dick Tärnström leitete den Anschlusstreffer für die zum wiederholten Male in Rückstand geratenen Kanadier ein: Kapitän Ryan Smyth traf zum 1:2 (14.). Andreas Salomonsson stellte noch einmal den Zwei-Tore-Vorsprung her (25.). Sekunden zuvor hatte Danny Brière mit einem Pfostenschuss den Ausgleich verpasst. Dafür sorgten binnen 52 Sekunden WM-Scorerkönig Dany Heatley (35.) mit seinem achten WM-Treffer und Michael Nylander (36.). Der Schwede wurde bei einem Rettungsversuch von Matt Cooke bedrängt und traf volley ins eigene Netz. Das Tor wurde Rob Niedermayer gutgeschrieben.

Nur 20 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels verwertete der aufgerückte Verteidiger Jay Bouwmeester ein Zuspiel von Heatley zur ersten kanadischen Führung. Die Schweden wirkten nach dem verschenkten Vorsprung geschockt und ließen nach dem 3:5 durch Cooke (51.) ihre letzten Torchancen ungenutzt. WM-Topscorer Heatley wurde zum Abschluss noch zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt.

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