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Tomorrow Focus will 2003 Gewinnzone erreichen

Die aus der Fusion zwischen Focus Digital und Tomorrow Internet hervorgegangene Tomorrow Focus AG wird im laufenden Jahr noch rote Zahlen schreiben, will 2003 aber im Konzern die Gewinnzone erreichen.

rtr FRANKFURT. Für 2002 erwarte Tomorrow Focus einen Gesamtumsatz von 50 bis 55 Mill. ? und einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 8,5 bis 10,5 Mill. ?, teilte der am Neuen Markt gelistete Anbieter digitaler Medien am Dienstag in Frankfurt mit. Mit 50 Mill. ? verfüge Tomorrow Focus über einen relativ komfortablen Barmittelbestand. "Wir gehören endgültig nicht mehr zu den Firmen, über denen das Damoklesschwert der Insolvenz schwebt", sagte Finanzvorstand Enrico Just.

Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr wollte der Finanzvorstand nicht nennen und verwies auf die Bilanzpressekonferenz Ende März. Er sagte aber, im laufenden Jahr werde die Firma ihren Fehlbetrag im Vergleich zu 2001 erheblich verringern. Nach neun Monaten hatte Tomorrow Focus einen Umsatz von 12,7 Mill. ? und einen Vorsteuerverlust von 23,6 Mill. ? ausgewiesen. 2003 wolle Tomorrow Focus die Gewinnzone mindestens beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichen, besser aber noch beim Ebit. Im operativen Kerngeschäft, zu dem die Geschäftsfelder Vermarktung, Portale und Technikgeschäft gehören, strebe das Unternehmen unverändert bereits 2002 die Gewinschwelle an. Vor der Fusion hatte Focus Digital ursprünglich die Gewinnzone für 2004 und Tomorrow Internet für 2002 angepeilt.

Tomorrow-Focus-Vorstandschef Jörg Bueroße kündigte an, die Firma sei sehr zuversichtlich, durch die Schwäche ihrer Wettbewerber weitere Marktanteile zugewinnen zu können. Durch die Fusion habe das Unternehmen nicht nur viele Synergien generieren können, sondern habe auch durch seine Hauptgesellschafter Burda und die Verlagsgruppe Milchstraße ein Potenzial an Marketing hinter sich, was es in dieser Form in Deutschland bislang nicht gebe. Bueroße zufolge will sich die Firma zunächst auf die bestehenden Online-Marken konzentrieren. Investitionen sollten nur in aussichtsreiche Geschäftsfelder wie Mobile sowie in die Gemeinschaftsunternehmen Playboy Online und Bellevue getätigt werden. Zudem sollen kostenpflichtige Online-Angebote eingeführt werden. Tomorrow Focus ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter Online-Vermarkter. Das Unternehmen publiziert unter anderem Online-Marken wie Focus, TV Spielfilm, Max und Playboy. Tomorrow Focus beschäftigt derzeit 380 Mitarbeiter, vor der Fusion zählten beide Firmen 550. Ein weiterer Personalabbau ist nach Angaben des Vorstands nicht vorgesehen.

Die Tomorrow-Focus-Aktie fiel am Dienstagnachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt neun Prozent auf 2,73 ?.

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