Tonhöhe ändert sich dabei nicht
Musik passt sich dem Jogger an

Viele Musikstücke passen nicht zum Lauftempo, weil der Takt zu schnell oder zu langsam für die Beine ist. Rostocker Forscher haben für dieses Problem nun den „StepMan“ entwickelt.

hsn DÜSSELDORF. Mit Musik joggen bringt zusätzliche Fitness. Studien haben gezeigt, dass Läufer Ausdauer und Leistung verbessern können, wenn sie mit Musik schwitzen: Sie laufen entspannter, die Schrittfrequenz ist gleichmäßiger und ihre Atmung wird tiefer - vorausgesetzt jedoch, die Musik bringt den Jogger nicht aus dem Takt. Denn viele Musikstücke passen nicht zum Lauftempo, weil der Takt zu schnell oder zu langsam für die Beine ist. Rostocker Forscher haben für dieses Problem nun den "StepMan" entwickelt.Je nach Geschwindigkeit und körperlicher Belastung passt eine Software das Tempo der Musik stufenlos dem Laufstil an. Die Tonhöhe ändert sich dabei nicht.

Das System ist als Erweiterung für MP3-Player und Taschencomputer - so genannte PDAs (Personal Digital Assistants) - gedacht, die ebenfalls Musik abspielen können. Beschleunigungssensoren am Bein des Joggers liefern die Daten über Tempo, und Blutdruck- und Puls- Sensoren geben ein Biofeedback. Auf diese Weise kann das System auf körperliche Belastung und Überlastung Rücksicht nehmen. Umgekehrt kann sich der Läufer auch ein Trainingsprogramm mit Ruhephasen und Leistungsspitzen erstellen, bei dem er sich der Geschwindigkeit der Musik anpassen muss.

Im Labor habe sich StepMan bereits bewährt, sagt Gerald Bieber, Leiter des Bereichs "Mobile Multimedia Technologien" am Fraunhofer für Graphische Datenverarbeitung-Institut in Rostock. "Nun müssen wir das System nur noch an die geringere Rechenleistung mobiler Geräte anpassen." Darüber hinaus wollen die Forscher eine medizinische Anwendung der Technik entwickeln. Dabei soll das Biofeedback genutzt werden, um mit Musik hektische und reizbare Patienten zu beruhigen.

Quelle: Handelsblatt

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