Top-Hotels buhlen im Luxussegment mit wachsendem Erfolg um wohlhabende Geschäftsreisende
Der neue Run auf die Präsidentensuite

Kostendruck? Hört man die großen Hotelbosse schwärmen, ist davon zumindest in den obersten Management-Etagen wenig zu spüren. Internationale CEOs reisen nach wie vor in den edelsten Kategorien. Die Hotellerie reagiert darauf - mit einem reichen Angebot feinster Suiten und Villen. So kündigten die internationalen Luxusketten auf der diesjährigen Internationalen Tourismus-Börse (ITB) unisono nie da gewesene Expansionspläne an. Ob Ritz-Carlton, Four Seasons, Hilton, Le Meridien, Starwood oder Mandarin Oriental: die Projekte, die Orte, die Intention - alles nur vom Allerfeinsten.

DÜSSELDORF. Das Luxussegment laufe prächtig, sagt Robert Riley, CEO der Kette Le Meridien: "Die teuersten Suiten verkaufen wir zuerst." Den Trend zum Teuren bestätigt Wolf Hengst, Chef der noblen Four Seasons Hotels & Resorts, ebenso wie Robert Salzl, Vorstand bei Arabella-Sheraton. Das Luxus-Klientel sei alles andere als preissensibel. "Sie kaufen nicht nur Autos, die keinen Sinn machen, sie wissen eben den Wert des Lebens zu schätzen."

Viele Unternehmens-Lenker scheinen zumindest der gemäßigten Carpe-Diem-Fraktion anzugehören: "Die Hauptnachfrage unserer Kunden liegt im 4- und 5-Sterne-Bereich, aber auch das Top-Luxus-Segmet wird gebucht", sagt Annette Kißing, Marketing-Chefin bei Deutschlands größtem Geschäftsreiseanbieter TQ3. Nicht umsonst erweitern viele Hotels ihr Angebot sogar um zusätzliche Präsidentensuiten.

Auch die Preise gehen auf neues Rekordniveau: Wer im Mandarin Oriental in Manhattan eincheckt, sollte 12 595 Dollar bereit halten. So viel kostet eine Übernachtung in der 220 Quadratmeter großen präsidialen Zimmerflucht mit Blick auf den Central Park - der Gegenwert eines vernünftigen Mittelklassewagens. New Yorker Spitzenhotels wie St. Regis, Waldorf Astoria, Pierre, Mark oder Peninsula sind da vergleichsweise preiswert.

Im Wettstreit um das Topsegment vermeldete Spaniens Jet-Set-Treff Marbella, dass sein neuestes Hotel - Eröffnung Ende 2005 - komplett mit 24-karätigem Gold überzogen sein wird. Allein die 12 Tonnen des edlen Materials schlagen mit 144 Mill. Euro zu Buche. Zimmerpreis: 6 000 Euro pro Nacht.

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