Top-Terrorist hat gut strukturiertes Netzwerk
Presse: Bin-Laden hat weniger Geld als bisher vermutet

Die Austrocknung der Finanzquellen des islamischen Fundamentalistenführers Osama bin Laden zieht sich einem US-Pressebericht zufolge in die Länge. Als einen der Gründe nennt die "New York Times" in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf US-Experten, dass der Spendenapparat des El-Kaida-Netzwerks noch komplizierter aufgebaut sei als bisher vermutet.

afp WASHINGTON. Bin Ladens Organisation greife zur Finanzierung ihrer Operationen auf eine Fülle von Privatbetrieben, Körperschaften und Wohltätigkeitsvereinen zurück, deren Verbindungen untereinander nur schwer zu durchschauen seien. Das finanzielle Netzwerk sei nach Art der Mafia so gut strukturiert, dass es selbst nach Bin Ladens Festnahme oder Tod weiter funktionieren könnte.

Das private Vermögen des saudiarabischen Fundamentalistenführers sei dagegen erheblich niedriger als bislang angenommen. Bin Ladens Erbe liege statt bei bisher angenommenen 300 Millionen US-Dollar (659 Millionen Mark/337 Millionen Euro) eher bei 25 Millionen Dollar (55 Millionen Mark/28 Millionen Euro). Die Arbeit der Fahnder werde zusätzlich dadurch erschwert, dass der Geldtransfer häufig in kleinen Summen erfolge. So hätten beispielsweise die Männer, die am 11. September die Passagierflugzeuge in den USA entführten, mindestens 238.000 Dollar in zahlreichen kleinen Beträgen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten überwiesen bekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%