Torschütze Sebescen
Leverkusen erreicht Halbfinale des Ligapokals

Der Vizemeister gewann den Auftakt zu dem mit insgesamt 3,692 Millionen Euro dotierten Ligapokal gegen Werder Bremen mit 1:0 (0:0) und spielte mit dem Erreichen des Halbfinals 511 000 Euro ein.

HB LÜBECK. Der "Ewige Zweite" Bayer Leverkusen hat sich beim lukrativen Saison-Aufgalopp der Fußball-Bundesliga mit einem Sieger- Team präsentiert. Zoltan Sebescen sorgte vor 8000 Zuschauern im Stadion Lohmühle mit seinem Treffer in der 63. Minute für die Entscheidung. In der Runde der letzten Vier kommt es am Montag in Meppen zu einer Neuauflage des DFB-Pokalfinals gegen Schalke 04. Im zweiten Vorrundenspiel stehen sich am (morgigen) Donnerstag in Aue (20.30 Uhr) Bayern München und Hertha BSC gegenüber.

Mit einem Spiel, das in der ersten Halbzeit noch als "aktive Erholung" einzustufen war, strapazierten beide Mannschaften die Geduld der Zuschauer im Stadion des Zweitliga-Aufsteigers VfB Lübeck. Leverkusen war bis auf den Argentinier Diego Placente, den Kroaten Jurica Vranjes und den Amerikaner Frankie Hejduk ohne seine Nationalspieler angetreten. Yildiray Bastürk, Weltmeister Lucio sowie die deutschen Vize-Weltmeister Carsten Ramelow, Bernd Schneider, Oliver Neuville und Torhüter Jörg Butt erholen sich noch von den WM- Strapazen. Dafür bot Trainer Klaus Toppmöller die Neuzugänge Daniel Bierofka (1860 München), Jan Simak (Hannover 96) und Juan (Flamengo Rio de Janeiro) auf.

Simak zeigte zweieinhalb Wochen vor dem Bundesliga-Start in der Rolle des neuen Spielgestalters gute Ansätze, war trotz seiner verheißungsvollen Chancen (18./84.) über weite Strecken aber noch zu unauffällig. Jung-Nationalspieler Bierofka, der auch das Tor von Sebescen vorbereitete, und der Brasilianer Juan in der Abwehr boten eine überzeugende Vorstellung. Juan soll künftig mit Lucio die Innenverteidigung des deutschen Vizemeisters bilden und den in den USA erneut am Kreuzband operierten Abwehrchef Jens Nowotny vertreten. Der 8,5 Millionen Euro teure Brasilianer Franca vom FC Sao Paulo kam erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz.

Auf Bremer Seite gab Trainer Thomas Schaaf nach dem Weggang von Frank Rost (Schalke 04) im Tor Pascal Borel den Vorzug. Der bisherige Amateur-Keeper setzte sich im Kampf um die neue Nummer eins im Werder-Tor damit zunächst gegen den polnischen Torwart Jakub Wierzchowski durch. Gegen Dimitar Berbatow konnte sich Borel zunächst noch auszeichnen (49.), beim 17-Meter-Knaller von Sebescen hatte er keine Abwehrchance. Gute Noten verdiente sich beim Bundesliga-Sechsten zumindest in der ersten Halbzeit auch der Schweizer Ludovic Magnin. Der mit 3 Millionen Euro teuerste Einkauf in der Werder-Geschichte, Angelos Charisteas aus Griechenland, wirkte noch sehr unbeweglich und harmonierte noch nicht wie gewünscht mit seinem Sturmpartner Ailton.

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