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Tote durch neue Unwetter auf den Philippinen

Die tagelangen schweren Unwetter auf den Philippinen haben mehr als 780 Menschen das Leben gekostet. Das Schicksal von knapp 400 Einwohnern war nach Behördenangaben vom Freitag zunächst noch unklar.

dpa MANILA. Die tagelangen schweren Unwetter auf den Philippinen haben mehr als 780 Menschen das Leben gekostet. Das Schicksal von knapp 400 Einwohnern war nach Behördenangaben vom Freitag zunächst noch unklar.

Anfang der Woche hatte erst ein tropisches Tief mit Dutzenden Erdrutschen sowie Überschwemmungen und danach am Donnerstag der Taifun "Nanmadol" den Inselstaat heimgesucht. Groß angelegte Hilfs- und Rettungsaktionen auch mit deutscher Beteiligung liefen am Freitag unterdessen auf Hochtouren.

Der Tropensturm "Nanmadol" riss den Angaben zufolge mindestens 35 Menschen in den Tod, nachdem er mit starken Regengüssen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern die Ostküste getroffen hatte. Die Zahl der Opfer durch das vorangegangene Unwetter kletterte auf mindestens 746. Mehr als 160 000 Einwohner im Osten und Norden des Landes waren vor dem Taifun geflohen.

25 Menschen starben nach Angaben des Katastrophenschutzes bei Erdrutschen in der Provinz Aurora, rund 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Manila. "Nanmadol" drehte Meteorologen zufolge nach Norden in Richtung Taiwan ab. Dort wird er am Samstag erwartet. Allerdings habe sich der Sturm inzwischen etwas abgeschwächt.

"Für die Philippinen ist das Schlimmste vorbei", sagte Wetterexperte Prisco Nilo. Militär, Polizei und Hilfsorganisationen begannen umgehend, Nahrungsmittel und andere dringend benötigte Dinge in die von den Unwettern verwüsteten Regionen zu bringen. Wegen "Nanmadol" mussten auch die Rettungs- und Hilfsaktionen in der schwer betroffenen Provinz Quezon zeitweilig unterbrochen werden. Allein dort wurden bis zum Freitag 688 Leichen geborgen. Schulen und Behörden blieben landesweit wegen des Taifuns geschlossen.

Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) die deutsche Hilfe in der Katastrophenregion. "Insbesondere Nahrung wird knapp", sagte der Leiter des GTZ-Büros auf den Philippinen, Martin Müller. "Daher besorgen wir schnell verzehrbare Lebensmittel, da die Menschen meist keine Möglichkeiten mehr haben, Nahrungsmittel abzukochen." Überdies würden Decken, Kleidung, Medikamente und Trinkwasser beschafft.

Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo sprach den Betroffenen Mut zu und zeigte sich zuversichtlich, dass man die Katastrophe bewältigen werde. "Diese Tragödie wird unser Land einen", sagte sie. "Gemeinsam werden wir uns aus der Verwüstung erheben." Die Staatschefin dankte den zahlreichen Freiwilligen, die bis an die Grenze der Erschöpfung arbeiteten.

Die Deutsche Welthungerhilfe und die Christoffel-Blindenmission (CBM) haben zu Spenden aufgerufen. Hier die Spendenkonten:Deutsche Welthungerhilfe: Stichwort Philippinen, Kontonummer 1 115, Sparkasse Bonn, Bankleitzahl 380 500 00.CBM: Kennwort Philippinen, Kontonummer 5 050 505, Sparkasse Bensheim, Bankleitzahl 509 500 68.

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