Tote und Verletzte
Bombenexplosionen auf den Philippinen

Mindestens drei Menschen sind bei zwei Bombenexplosionen am Donnerstag in einem Einkaufszentrum in der philippinischen Stadt Zamboanga ums Leben gekommen.

Reuters ZAMBOANGA. Etwa 55 Menschen seien verletzt, sagte Zamboangas Bürgermeisterin Maria Clara Lobregat Reuters am Telefon. Zwei Bomben seien nacheinander in einem Einkaufszentrum der überwiegend von Christen bewohnten Stadt im Süden des Landes detoniert, teilten die Behörden mit. Die Polizei habe eine zweite Bombe gefunden, die jedoch entschärft worden sei. Zu der Explosion bekannte sich zunächst niemand. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass Extremisten für die Explosion verantwortlich seien. Im überwiegend moslemischen Süden des Landes kämpfen Rebellen für die Unabhängigkeit von den katholisch geprägten Philippinen.

Die erste Bombe sei in der Gemüseabteilung eines belebten Supermarktes explodiert, teilten Ermittler mit. Minuten später sei eine zweite Bombe in einem nahe liegenden Geschäft detoniert. Die Wucht der Explosionen zerstörte Autos. Motorräder wurden durch die Luft geschleudert und verschlossene Fensterläden aufgerissen. Ein Mann krachte durch ein Fenster. Die Polizei bemühte sich, die Verletzten aus den Trümmern zu ziehen.

"Drei Menschen sind gestorben und 47 Menschen sind zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden, das ich besucht habe", sagte Lobregat. Acht weitere Menschen seien in ein zweites Krankenhaus eingeliefert worden. Auf die Frage, ob die Explosionen das Werk von moslemischen Extremisten sei, sagte die Bürgermeisterin: "Höchstwahrscheinlich. Sie sind die Einzigen, die so etwas tun würden."

Bereits vor mehr als zwei Wochen war in Zamboanga eine selbst gefertigte Bombe in der Nähe einer Karaoke-Bar detoniert. Dabei waren ein US-Soldat und zwei philippinische Zivilisten getötet worden. Diese Explosion hatte die Polizei der moslemischen Untergrundorganisation Abu Sayyaf zugeschrieben. Die Gruppe wird von den USA mit der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden in Verbindung gebracht wird.

Die USA und Indonesien vermuten zudem, dass die El Kaida für die Anschläge auf der Ferieninsel Bali am Wochenende verantwortlich sind. Auf den Philippinen leben etwa 76 Millionen Menschen, die meisten davon christlichen Glaubens. Die rund vier Millionen Moslems des Landes leben überwiegend im Süden der Philippinen. Zamboanga zählt mit rund 700 000 Einwohnern zu den größten Städten dort.

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