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Tote und Verletzte durch Wintereinbruch

Ein massiver Wintereinbruch mit Schnee und Eisglätte hat Teile Deutschlands am Mittwoch ins Chaos gestürzt. Kilometer lange Staus, blockierte Schienen, Stromausfall in zahlreichen Städten und Probleme an Flughäfen waren die Folge erster heftiger Schneefälle in mehreren Bundesländern.

dpa HAMBURG. Ein massiver Wintereinbruch mit Schnee und Eisglätte hat Teile Deutschlands am Mittwoch ins Chaos gestürzt. Kilometer lange Staus, blockierte Schienen, Stromausfall in zahlreichen Städten und Probleme an Flughäfen waren die Folge erster heftiger Schneefälle in mehreren Bundesländern.

Die Polizei meldete zahlreiche Unfälle auf eisglatten Straßen. Tausende Pendler kamen in den Morgenstunden zu spät zur Arbeit. Auch in anderen europäischen Ländern verursachten Schnee und Regen Chaos. Es gab mehrere Tote und Verletzte.

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg oder Bayern verwandelten sich die Straßen in Rutschbahnen. Es blieb meist bei Blechschäden. Viele Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs. Räum- und Streufahrzeuge waren pausenlos im Einsatz. Dennoch mussten Straßen gesperrt werden. "Auf den Nebenstrecken im Taunus haben wir erhebliche Behinderungen. Der Winter kam ja auch mit einem Paukenschlag über Nacht", schilderte ein Polizeisprecher in Hessen die Situation.

Im Erzgebirge verunglückte ein Reisebus mit 46 Senioren. Dabei wurden elf Menschen verletzt, einige von ihnen schwer, teilte die Polizei im sächsischen Zwickau mit. Trotz Winterreifen rutschte der Bus gegen einen Baum.

In Hessen gab es erhebliche Verkehrsbehinderungen durch Schnee. Wegen umgestürzter Bäume mussten etliche Straßen gesperrt werden. Auf mehreren Strecken konnten zeitweise keine Züge fahren. In Nordrhein- Westfalen stauten sich die Autos im Berufsverkehr auf einer Gesamtlänge von rund 210 Kilometern. In Stuttgart fielen acht Linienflüge aus.

Doch der Schneefall bescherte der Polizei nicht nur viel Arbeit, sondern auch Fahndungserfolge. Nach einem Überfall auf eine Tankstelle im hessischen Gelnhausen waren die beiden 20-jährigen Ganoven zu Fuß geflüchtet. Die Fußspuren führten die Fahnder direkt zur Wohnung der beiden Täter. Diese hatten bei dem Überfall den Kassierer mit einem Messer bedroht und ihn gefesselt, ehe sie mit ihrer Beute durch den Schnee liefen.

Nach dem ersten starken Schneefall durch Tief "Jutta" legen die Vorboten des Winters nun erst einmal eine kurze Pause ein. "Am Wochenende meldet sich aber der Winter zurück, dabei sind aus heutiger Sicht auch im norddeutschen Flachland Schneeflocken nicht auszuschließen", sagte Caroline Draxl vom Wetterdienst Meteomedia

Auch in anderen Ländern führten der Wintereinbruch oder schwere Regenfälle zu Chaos. Im verschneiten Österreich gab es mehrere tödliche Straßenunfälle. Bei Thalgau im Bundesland Salzburg kam bei einer Serienkarambolage mit sechs Autos ein Mann ums Leben. In Oberösterreich verunglückte ein 52-jähriger Landwirt tödlich, nachdem er mit seinem Wagen ins Schleudern geriet. Nahe Wien starb ein 19- Jähriger beim Zusammenprall mit einem Sattelzug.

Im Norden Montenegros waren am Mittwoch nach Schneeverwehungen mehrere Ortschaft von der Außenwelt abgeschnitten. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen. Grenzübergänge an der deutsch- tschechischen Grenze mussten gesperrt werden.

Regen, Schnee und Sturm auch in Italien: Heftige Niederschläge und Hochwasser führten in vielen Teilen des Landes zu Verkehrschaos und Überschwemmungen. In Venedig rissen die Sirenen im Morgengrauen die Bürger aus dem Schlaf, die das über die Ufer tretende Wasser der Lagune ankündigten. Menschen wateten bis zu den Knien durch die Wasserfluten. In Rom sorgte ein heftiges Gewitter mit Sturmböen am Morgen für Chaos auf der Stadtautobahn.

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