Tote und Verletzte
Unwetter tobt über Deutschland

Bei einem schweren Unwetter in Berlin sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Zwei Kinder starben bei einem Zeltlager auf der Insel Schwanenwerder in Berlin-Zehlendorf, teilte die Polizei am Mittwochabend mit.

HB HAMBURG. Im Bezirk Reinickendorf wurde ein Mensch von einem umstürzenden Baum erschlagen. Der Flughafen Tegel musste abends wegen des Sturmes geschlossen werden. In Berlin-Wannsee erreichten die Orkanböen Spitzen-Geschwindigkeiten von 152 Kilometern pro Stunde, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte.

Der Eisenbahnverkehr in der Haupstadt wurde durch Sturmschäden auf einigen Streckenabschnitten schwer behindert, teilte ein Sprecher der Bundesbahn mit. Die ICE-Strecke Hamburg-Berlin musste in Friedrichsruh (Schleswig-Holstein) voll gesperrt worden. Sandmassen hatten beide Gleise blockiert.

Von Bayern bis Schleswig-Holstein zuckten Blitze vom Himmel, einzelne Landstriche wurden verwüstet. Stürmisch war es auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen. Überall knickten Bäume um, Äste flogen durch die Luft, viele Straßen waren vorübergehend unpassierbar. Auch viele Keller liefen voll Wasser. Insgesamt entstanden Schäden in Millionenhöhe.

In Hannover wurde ein vierjähriges Mädchen vom Sturm umgerissen und leicht verletzt. In Hameln (Niedersachsen) sorgten Hagelkörner in der Größe von Hühnereiern für starke Verkehrsbehinderungen. In einem Nürnberger Biergarten wurden zwei Männer von einem umstürzenden Baum getroffen, in Bayreuth verletzte ein herabfallender Ast eine Frau.

Während die Menschen in Berlin und in der Lausitz am Nachmittag bei Werten zwischen 31 und 35 Grad schwitzten, sanken die Temperaturen in Kassel nach Gewittern binnen einer Stunde von 25 auf 17 Grad. In Köln erreichten die Werte sogar nur noch 13 Grad.

Schon in der Nacht zum Mittwoch hatten Blitze zahlreiche Brände entzündet, umgestürzte Bäume Straßen blockiert und die Wassermassen Keller überflutet. In vielen Bundesländern war die Feuerwehr im nächtlichen Dauereinsatz gewesen. Auch für die Nacht zum Donnerstag erwarteten die Wetter-Experten wieder kräftige Regenfälle, Hagel und orkanartige Böen in weiten Teilen Deutschlands. Für den Osten und für Bayern galten weiterhin Unwetterwarnungen.

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