Tourismus in Gefahr
Kampfflugzeuge in Nepal greifen Rebellen an

In Nepal haben die Streitkräfte mit Unterstützung von Kampfflugzeugen Stellungen kommunistischer Rebellen angegriffen. Bei den Operationen in mehreren Provinzen sei eine unbekannte Zahl von Menschen ums Leben gekommen, berichteten indische Zeitungen am Mittwoch unter Berufung auf Informationen in der Hauptstadt Kathmandu.

dpa KATHMANDU/NEU-DELHI. Der nepalesische König Gyanendra hatte am Montag den Ausnahmezustand verhängt, nachdem bei Kämpfen zwischen Soldaten und maoistischen Rebellen 250 Menschen getötet worden waren. Die Maoisten wollen die Monarchie in dem Himalajastaat abschaffen.

Die Regierung in Nepal beschloss den Berichten zufolge ein Dekret, das lebenslange Haft für alle vorsieht, die den Aufstand direkt oder indirekt unterstützen. "Unser Land erlebt eine schwierige Situation", sagte Ministerpräsident Sher Bahadur Deuba. Sicherheitskräfte nahmen den Berichten zufolge mindestens acht Journalisten fest. Die Regierung wolle verhandeln. "Wir unternehmen Anstrengungen, um sie (die Rebellen) an den Verhandlungstisch zu bekommen, um eine friedliche Lösung zu suchen", hieß es wweiter. Allerdings waren schon im Sommer Verhandlungen gescheitert.

In Kathmandu wird befürchtet, dass die Unruhen Touristen abschrecken. Schätzungsweise 5000 bis 10 000 maoistische Rebellen sind seit 6 Jahren in Nepal im Aufstand. Über 2200 Menschen kamen dabei ums Leben.

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