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Tourismusbranche soll auf Sicherheitsbedürfnis reagieren

Die Tourismusbranche soll nach Expertenansicht mit speziellen Angeboten auf das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Urlauber reagieren.

dpa TRIER. Viele Urlauber hätten im Ausland Angst vor Terroranschlägen, sagte der Leiter des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier, Martin Fontanari: "Keiner kann hundertprozentige Sicherheit garantieren. Aber gut beraten sind Unternehmen in dieser Situation, wenn sie bewusst mit Sicherheit werben."

Gute Beispiele wie der Slogan "Österreich ist sicher nahe" seien rar. "Die meisten Apparate sind viel zu schwerfällig, sich anzupassen. Dabei wird die Nachfrage nach Inlandsurlauben automatisch steigen und auf lange Sicht bestehen", sagte Fontanari. Gegenwärtig verbrächten die Urlauber aus Deutschland noch zu 70 Prozent ihre Ferien im Ausland. "Bald werden sicher schon 40 Prozent der Urlauber in Deutschland bleiben - möglicherweise auch, weil das Geld fehlt", sagte Fontanari.

"Vor allem muss die Branche Vertrauen schaffen zu den Kunden und dazu offener agieren mit Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge", meinte der Tourismusberater. Die Kunden würden lernen, "dass in der Heimat genau so viel zu erleben oder so viel Ruhe zu finden ist wie im Ausland, wo Touristen oft wie Weihnachtsgänse ausgenommen werden".

Weil es in vielen Privathaushalten wachsende Finanzprobleme gebe, sei es wichtig, Preise und Stornierungsgebühren zu senken, sagte Fontanari. Das Jammern vieler Vertreter der Branche über Umsatzeinbrüche zeuge von der Naivität der Unternehmen und der fehlenden Einsicht in weltpolitische Zusammenhänge, die keineswegs neu seien.

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