Touristikriese dümpelt in der Verlustzone
TUI bekommt Reiseflaute zu spüren

Der weltgrößte Touristikkonzern TUI hat auch im zweiten Quartal 2002 die Reiseflaute kräftig zu spüren bekommen und erneut einen Verlust verzeichnet.

Reuters HANNOVER. Der Konzernumsatz ging nach Angaben vom Donnerstag binnen Jahresfrist um mehr als 15 % auf 5,25 Mrd. Euro zurück, im ersten Halbjahr damit ähnlich stark auf 9,27 Mrd. Euro. TUI wies für den Zeitraum April bis Ende Juni einen Konzernverlust von 45 Mill. Euro aus, der sich für das Halbjahr auf 128 Mill. Euro summierte. 2001 hatte die TUI mit Stammsitz in Hannover, damals noch unter dem Namen Preussag firmierend, zur Jahresmitte noch einen Gewinn von 134 Mill. Euro ausgewiesen.

Das operative Ergebnis (Ebta) war im zweiten Quartal zwar besser als von Analysten im Schnitt erwartet, lag aber mit 146 Mill. Euro 55 % unter dem Vorjahresergebnis. Die von Reuters zuvor befragten Experten hatten durchschnittlich mit einem operativen Gewinn von 99 Mill. Euro gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2002 blieb TUI-Chef Michael Frenzel bei seiner Prognose, dass das operative Ergebnis schlechter als im Vorjahr ausfallen werden. Durch Einnahmen aus Verkäufen ließe sich dies aber möglicherweise ausgleichen, hieß es.

Die Touristik büßte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr 12 % Umsatz auf 5,29 Mrd. Euro ein. Der operative Gewinn sackte zugleich um 66 % auf 117 Mill. Euro ab. Konzernweit liege der Umsatz für die Sommersaison nur noch 6,4 % unter Vorjahr, im größten Reiseland Deutschland allerdings noch 11,4 %. Trotz leicht anziehender Buchungen in den vergangenen Wochen werde sich das Minus konzernweit für die Sommersaison nicht unter 6 % drücken lassen, sagte Frenzel. Weltweit waren Touristikanbieter und Fluggesellschaften nach den Anschlägen in den USA vom 11. September vergangenen Jahres in eine tiefe Krise geraten. Die Buchungszahlen bei Reisen und Flügen waren auf breiter Front zurückgegangen.

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