Tower verlor Funkkontakt zur Boeing 737
Egypt-Air-Jet mit 55 Personen an Bord abgestürzt

Nach dem Absturz einer Boeing 737-500 nahe Tunis wurde in der Nacht zum Mittwoch die Bergung der Opfer fortgesetzt. Nach Angaben der ägyptischen Fluggesellschaft Egypt Air sind 18 Menschen ums Leben gekommen. 30 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, 14 hätten den Absturz ohne größere Schäden überstanden.

dpa TUNIS/KAIRO. Sicherheitskräfte und Helfer arbeiteten am Unglücksort im Licht der Scheinwerfer bis zum frühen Morgen. Nach den Opfern musste teilweise gegraben werden, da sich die Trümmer der Maschine tief in die Erde gebohrt hatten. Das Flugzeug war beim Landesanflug auf den Flughafen Tunis-Karthago am Dienstagnachmittag abgestürzt. Die Maschine der Egypt Air kam aus Kairo. Drei Kilometer vom Airport entfernt verlor das Flugzeug nach Augenzeugenberichten stark an Höhe, prallte auf eine Anhöhe und zerbrach in zwei Teile. Starke Regenfälle behinderten die Sicht.

Die Angaben über Tote und Verletzte gingen zwischen Egypt Air und den tunesischen Behörden auseinander. Die Behörden hatten am Dienstagabend zunächst berichtet, bei dem Absturz seien 26 Menschen getötet und 27 verletzt worden. Später teilten sie mit, es habe 14 Tote und 33 Verletzte gegeben.

Der Flughafentower berichtete, die Besatzung habe kurz vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt. Als Absturzursache wurde zunächst ein Ausfall des elektrischen Systems vermutet. Nach Angaben der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit ist der Flughafen Tunis- Karthago "kein kritischer Flughafen", sondern relativ gut anzufliegen. Schlechtes Wetter allein reiche als Absturzursache nicht aus.

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