Toyota dementierte Interesse an Daimler-Chrysler-Konzern
Schrempp beschwerte sich über Breuer-Äußerung

Zwischen dem Daimler-Chrysler - Konzern und seinem Großaktionär Deutsche Bank gibt es einem Zeitungsbericht zufolge Streit. Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp habe am Freitag den Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer angerufen und sich über Breuers Äußerung beschwert, die Deutsche Bank berate Daimler-Chrysler bei einer Strategeie für die Abwehr eines möglichen Übernahmeangebots, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag.

Reuters FRANKFURT. "Tatsächlich aber hat keine Bank dafür irgendeinen Auftrag. Jetzt sieht es so aus, als sei bei Daimler wirklich Feuer unterm Dach", zitierte die Zeitung einen "Insider". Bei Daimler-Chrysler in Stuttgart war am Montagmorgen zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Breuer hatte am Donnerstag gesagt, sein Institut berate den Autohersteller bei einer Verteidigungsstrategie. Dabei habe die Bank auch die US-Investmentbank JP Morgan auf ihrer Seite, hatte Breuer hinzugefügt. Die Deutsche Bank ist mit zwölf Prozent an Daimler-Chrysler beteiligt. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Gerüchte gegeben, der Autohersteller könne das Ziel einer feindlichen Übernahme werden, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens zwischen April 1999 und Ende 2000 mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hatte. Als möglicher Interessent an Daimler-Chrysler war unter anderem der japanische Konzern Toyota genannt worden. Dieser hatte allerdings dementiert, Interesse an einem Kauf des deutschen Autoherstellers zu haben.



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