Toyota-Motoren für Jordan
Red Bull will Jaguar Flügel verleihen

Der US-Autokonzern Ford hat Käufer für sein Formel-1-Team und die Motorenschmiede Cosworth gefunden. Damit ist die Zukunft von Jaguar in der Formel 1 gerettet. Und auch das Jordan-Team wird nach langem Zittern in der neuen Saison wieder an den Start gehen.

HB DEARBORN/HAMBURG. Der österreichische Getränkehersteller Red Bull (Werbeslogan: "Red Bull verleiht Flügel") übernimmt Jaguar Racing, teilte die Ford Motor Company am Montag in Dearborn/USA offiziell mit.

Die neuen Besitzer von Cosworth sind Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe, ihnen gehört gemeinsam die amerikanische Champ-Car-World- Series: Kalkhoven leitet das PKV-Team, Forsythe das Team Forsythe Championship Racing Champ Car. Verkaufspreise nannte Ford nicht; Red-Bull-Firmenchef Dietrich Mateschitz will dem US-Unternehmen angeblich eine Million Dollar zahlen.

Mit der Rettung von Jaguar werden in der kommenden Formel-1-Saison, die Anfang März in Melbourne beginnt, weiterhin zehn Rennställe antreten. Die Nennfrist endete am Montag. Deshalb konnte auch Teamchef Eddie Jordan aufatmen, der in letzter Minute doch noch einen neuen Motorenlieferanten fand. Mit Toyota-Triebwerken will das Team des charismatischen Iren nach einer verkorksten Saison im nächsten Jahr wieder voll durchstarten. Die Japaner werden dem Konkurrenz-Rennstall zunächst für ein Jahr Kundenmotoren vom Typ RVX- 05 "zu einem erschwinglichen Preis" liefern.

Jordan war in der Saison 2004 mit Ford-Motoren nur auf dem neunten und vorletzten Platz der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gelandet. Der neue Vertrag hilft dem englischen Team nun aus der Not. Dementsprechend erleichtert reagierte Jordan. "Das war lobenswert von Toyota", sagte der Teamchef und sprach von einer "großzügigen" Geste. Er hoffe, dass Jordan Grand Prix Toyota im Kampf um die Weltmeisterschaft helfen kann.

Der Deal wurde erst durch das neue Motorenreglement der Formel 1 möglich. Ab 2005 müssen die V10-Triebwerke zwei komplette Rennwochenenden halten; zudem wurde die Zahl der Testtage reduziert. Die Teams können also mit deutlich weniger Motoren planen. "Dieser Last-Minute-Vertrag wird für uns in der kommenden Saison eine echte Herausforderung, aber wir stellen uns dieser Herausforderung gern", erklärte Tsutomu Tomita, der Rennsport-Chef von Toyota.

Ebenso wie Minardi wird das neue "Red Bull Racing Team" seine Motoren weiterhin von Cosworth beziehen und dem in Northampton ansässigen Unternehmen damit etwa 350 Arbeitsplätze sichern. Ford hatte am 17. September den Rückzug aus der "Königsklasse" und den Verkauf der beiden Geschäftsbereiche aus Kostengründen angekündigt.

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