Traders Corner
Asiatischer Sommer

Zwei dominierende Ereignisse bewegen derzeit die asiatisch-pazifische Welt: Das eine ist die Ankündigung, dass der chinesische Yuan vom Dollar gelöst, an einenWährungskorb geknüpft und aufgewertet wurde; das andere ist die Währungskrise in Indonesien, die von steigenden Ölpreisen ausgelöst und von Devisenspekulanten ausgenutzt worden ist.

Nach dem Fall der Rupiah sah sich die Notenbank gezwungen, die Währung zu verteidigen, indem sie die Zinsen anhob. Angesichts der erwarteten internationalen Hilfe für Indonesien wird sich die Rupiah bisweilen als hochverzinsliche Investmentgelegenheit erweisen. Anders als bei der Währungskrise Thailands 1997 besteht derzeit nicht das Risiko eines Flächenbrands, weil die fiskalischen und monetären Rahmenbedingungen in der Region gut sind.

Auch in China verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage. Eine Kreditklemme macht den Unternehmen zu schaffen. Dazu hat sich die Währungsanpassung als recht oberflächlich erwiesen, schaut man auf die moderate Aufwertung von bislang zwei Prozent. Dabei riskiert die Zentralbank, Glaubwürdigkeit einzubüßen, weil sie es an Transparenz mangeln lässt.

Ironischerweise haben die chinesischen Wirtschaftsprobleme den Anlegern nicht den Appetit auf den Aktienmarkt in Hongkong verdorben. Doch es spricht viel dafür, dass die Investoren in Zukunft zwischen den einzelnen Sektoren gut auswählen müssen.

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